Bundesliga
Neun Millionen Euro Hoffnungen, dann Vereinslosigkeit – Rabbi Matondo
Vom Schalke-Juwel wurde Rabbi Matondo im Winter vor siebeneinhalb Jahren für stolze neun Millionen Euro von der U23 von Manchester City zum FC Schalke 04 geholt, wie das von Rob Casey – SNS Group zeigt. In Gelsenkirchen hoffte man, aus dem schnellen walisischen Flügelspieler einen Bundesliga-Star zu formen, doch der große Sprung blieb aus.
Hohe Erwartungen bei Schalke
Der 26‑jährige Waliser zeigte von Anfang an pfeilschnelle Läufe und dribbelte häufig über die Außenbahnen. Dennoch fehlten ihm die nötige Durchschlagskraft und Entscheidungsfindung, sodass er Torchancen häufig verpasste.
Insgesamt sammelte Matondo nur dreiundzwanzig Einsätze in der Bundesliga und erzielte dabei zwei Treffer. Im Januar 2021 wurde er für ein halbes Jahr an Stoke City in die englische Championship ausgeliehen. Dort absolvierte er zehn Ligaspiele und traf einmal, bevor er im Sommer in Deutschland nach Gelsenkirchen zurückkehrte.
Erfolge im Ausland und Verletzungspech
In der Saison 2021/22 erlebte Matondo bei Cercle Brügge seine erfolgreichste Phase: neun Tore und zwei Vorlagen in neunundzwanzig Spielen. Diese Leistungen veranlassten die Glasgow Rangers, im Jahr 2022 drei Millionen Euro an Schalke zu zahlen, um den ehemaligen Man‑City‑Talenten fest zu verpflichten.
Bei den Rangers folgte jedoch eine bittere Verletzungsmisere – in drei Jahren war Matondo ganze 304 Tage wegen Knie‑ und Oberschenkelproblemen außer Gefecht. Trotz alledem absolvierte er siebzig Partien, erzielte acht Tore und legte elf Vorlagen bei.
Letzte Versuche in Deutschland
Im Jahr 2025 wagte Matondo einen zweiten Anlauf in Deutschland, diesmal im Rahmen einer Leihe zu Hannover 96 in der 2. Bundesliga. Die Saison verlief enttäuschend: zehn Einsätze, ein Tor und nur zwei Starts. Am Ende der Spielzeit wurde er vom Trainerstab nicht mehr berücksichtigt.
Nach dem Auslaufen des Vertrags bei den Rangers blieb Matondo ohne Verein und steht nun als freier Spieler da. Die einstigen Hoffnungen aus Gelsenkirchen haben sich in eine bittere Realität verwandelt.
Der Kontrast zwischen der neun‑Millionen‑Euro‑Investition und der aktuellen Vereinslosigkeit verdeutlicht, wie schnell hohe Erwartungen durch Formschwäche und Verletzungen zunichte werden können. Für Matondo bleibt nun die Suche nach einem neuen Kapitel im Profifußball.