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Neuendorf erklärt DFB stellt Infantino als Boss vom Platz

🇩🇪 Von 4AllFootball ·
Neuendorf erklärt DFB stellt Infantino als Boss vom Platz

Der Deutsche Fußball‑Bund hat im Interview mit dem Tagesspiegel verkündet, dass er den FIFA‑Boss Gianni Infantino bei der Wahl im nächsten Jahr nicht unterstützen wird und stattdessen nach einer Alternative sucht. DFB‑Chef Bernd Neuendorf bezeichnete den Schweizer als „nicht mehr tragbar“ und sagte, er habe dem Fußball sehr geschadet.

Alternative für die FIFA‑Wahl

Im DFB herrscht Einigkeit: Infantino habe jegliches Vertrauen verspielt und müsse vom Platz gestellt werden. Neuendorf betonte, dass die europäischen Verbandschefs am Donnerstag in Berlin zusammenkommen, um das weitere Vorgehen im FIFA‑Machtkampf zu besprechen. Der Chef erklärte, man könne den Verantwortlichen nicht mehr im Amt lassen.

Neuendorf plädiert dafür, einen Gegenkandidaten für die Wahl im März 2027 in Rabat/Marokko aufzustellen. Der Kandidat müsse nicht zwingend aus Europa stammen, sondern könne auch von einer anderen Konföderation kommen. Die Frist für die Nominierung einer Alternative endet am 18. November.

Infantino habe an der FIFA‑Spitze eine Kultur etabliert, die eines grundlegenden Wandels bedarf, sagte Neuendorf. Er fügte hinzu: „Wir können aber nicht den Bock zum Gärtner machen. Es kann nicht sein, dass derjenige, der die heutigen Zustände zu verantworten hat, den dringend nötigen Reformprozess steuert.“ Der DFB‑Chef erinnerte zudem an den „Fall Balogun“ bei der WM als Wendepunkt. Infantino habe zuletzt Reformbereitschaft und Auszahlungen aus den FIFA‑Reserven an die Mitgliedsverbände in Aussicht gestellt, wodurch die Angriffsfläche schrumpfe.

Die UEFA, der asiatische Verband AFC und die CONCACAF haben sich ebenfalls gegen Infantino positioniert, doch es sei unklar, ob sie alle ihre Mitglieder hinter einer gemeinsamen Front vereinen können. Vor dem gescheiterten WM‑Investorendeal hatte der DFB ein Unterstützerschreiben für die Wiederwahl des FIFA‑Chefs verweigert. Weitere Schritte werden im Präsidium beraten.

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