Nationaltrainer verdienen mehr – warum Klopp und Ancelotti im Fokus stehen
Der Titel "Von Klopp bis Ancelotti" weist bereits auf die aktuelle Diskussion über die Vergütung der größten Nationaltrainer hin. Während die einstige Vision von Franz Beckenbauer, dass große Spiele künftig nur noch zwischen Vereinen stattfinden, Realität geworden ist, steigen die Gehälter der Trainer, die heute Nationalmannschaften leiten, deutlich an.
Beckenbauers Prophezeiung und ihre Erfüllung
Bereits 1998 äußerte die DFB‑Legende Franz Beckenbauer die Ansicht: „Ich kann mir eine Zeit vorstellen, die nicht allzu weit in der Zukunft liegt, in der alle großen Spiele zwischen Vereinen und nicht mehr zwischen Ländern ausgetragen werden.“ Diese Vorhersage hat sich zweifellos bewahrheitet, denn internationale Turniere verlieren an Bedeutung gegenüber den Clubwettbewerben.
Paradoxerweise hat sich die Entwicklung bei den namhaften Trainern in die entgegengesetzte Richtung bewegt. Sieben der letzten elf Champions‑League‑Titel wurden von Trainern gewonnen, die heute Nationalmannschaften betreuen.
Clubtrainer, die jetzt Nationaltrainer sind
Wird Luis Enrique aus der Rechnung genommen, bleibt José Mourinho der letzte Trainer, der den größten Preis im europäischen Vereinsfußball gewonnen hat und noch bei einem Verein unter Vertrag steht. Berichten zufolge lehnte er ein Angebot des portugiesischen Fußballverbands ab, bevor er zu Real Madrid wechselte.
Die Leitung einer Nationalmannschaft bietet einen entspannten Spielplan, die Höhepunkte der Weltmeisterschaft und zunehmend ein komfortables Gehalt – doch die Vergütung variiert stark zwischen den Trainern.
Tresoldi dankt Klopp, verschiebt aber die Entscheidung zwischen Deutschland und Italien
Einzelverträge und Gehälter im Fokus
Roberto Mancinis aktuelle Vergütung geriet in den Fokus, nachdem er zum italienischen Fußballverband zurückkehrte. Laut der beläuft sich der Wert seines Einzelvertrags auf zwei Millionen Euro.
Nachdem der Gewinner der EURO 2020 – Mancini – Italien verließ, um eine weitaus besser bezahlte Position als Trainer in Saudi‑Arabien anzutreten, zeigte er sich mit jedem Gehalt zufrieden.
Zinedine Zidane hat seine Amtszeit als französischer Nationaltrainer kaum aus finanziellen Gründen angenommen. In seiner fünfjährigen, selbst auferlegten Auszeit lehnte er zahlreiche Jobangebote ab, um schließlich die von Didier Deschamps frei gewordene Position zu übernehmen.
„Ich habe es schon oft gesagt: Es gibt nichts Größeres als die französische Nationalmannschaft“, schwärmte Zidane bei seiner Vorstellung. Laut L’Équipe erhält der ehemalige Real‑Madrid‑Trainer ein Jahresgehalt von 3,6 Millionen Euro vor Steuern.
Die Diskussion um die Vergütung der Nationaltrainer bleibt aktuell, da immer mehr Top‑Clubtrainer in nationale Rollen wechseln und dabei deutlich höhere Gehälter erzielen.