Nati will in Luzern stark gegen Slowenien antreten, Rasen macht Sorgen
Im Thermoplan‑Arena-Stadion von Luzern liegt ein nasser, weicher Rasen, während Coach Murat Yakin vor Mikrofonen steht. Die Nati will am Samstag im 3. Nations‑League‑Spiel gegen Slowenien konzentriert und stark auftreten. Yakin betont, dass alle Spieler fit seien, doch das Spielfeld bereitet Sorgen.
Taktische Vorgaben von Murat Yakin
Yakin erklärt, man werde ein, zwei Bewegungen gezielt auf den Gegner ausrichten. Mit eigenem Pressing und Forechecking will die Schweiz die clever spielende, flexible Slowenen unter Druck setzen. Er betont, dass es an der Nati liege, das flexible Spiel der Gegner zuzulassen oder zu verhindern.
Details zur Aufstellung bleiben geheim, Yakin verrät jedoch, dass er aus dem Vollen schöpfen könne. In seiner Medienkonferenz fiel das Wort „anpassen“ aus, worauf er schnell korrigierte: „Man werde …“ – ein Hinweis darauf, dass keine umfassende Anpassungsstrategie kommuniziert wird.
Historie, Spieler und Platzbedingungen
Dies ist das dritte Duell mit dem nur auf Position 53 der FIFA‑Weltrangliste stehenden Slowenien innerhalb von 13 Monaten. In der WM‑Qualifikation 2025 gewann die Schweiz zu Hause 3:0, auswärts endete das Spiel 0:0 – beide Male mit Remo Freuler im Mittelfeld.
Drei Gastgeschenke sichern der Nati klaren Sieg in Luzern
Freuler, der erfahrenste Mittelfeldakteur, will seine Routine an die jüngeren Spieler weitergeben. Er lobt den 21‑jährigen Rechtsverteidiger Zachary Athekame als „erfrischendes Element“ und bezeichnet Ardon Jashari, 24, als „Superspieler“, hofft jedoch, dass Jashari bei AC Milan mehr Einsatzzeit erhält.
Die Schweiz hat im Vergleich zu 2025 mehrere Schlüsselspieler verloren – Granit Xhaka, Breel Embolo und Silvan Widmer fehlen. Bei den Slowenen fiel der Trainerwechsel im Januar auf Bostjan Cesar, der Matjaz Kek ablöst und bereits zwei Siege, zuletzt 2:0 gegen Nordmazedonien, erzielen konnte.
Alle Spieler seien einsatzbereit, so auch Cedric Itten, der nach einem Schlag auf den Fuß eine individuelle Trainingseinheit erhält. Yakin äußert jedoch Bedenken wegen des nassen, weichen Rasens: „Fußball braucht Rhythmus und Flow, wir hoffen, dass wir damit zurechtkommen.“ Für das Abschlusstraining wurde daher ein Nebenplatz genutzt.
Ein Heimsieg könnte die Schweiz fast sicher in die Liga A katapultieren, doch Yakin warnt, dass es dafür zu früh sei und man von Spiel zu Spiel schaue. Die Kombination aus taktischer Vorbereitung, erfahrenen Führungskräften und der Sorge um das Spielfeld macht das Duell zu einem entscheidenden Test.