Nach Kimmich‑Debatte sorgt Wirtz‑Position für neue Musiala‑Frage
Im 2:0‑Sieg gegen Serbien stand Florian Wirtz im Trikot der deutschen Nationalmannschaft auf der Zehnerposition und lieferte ein Tor sowie eine Vorlage. Der 23‑jährige Offensivspieler wurde zum Spieler des Spiels gekürt und zeigte, warum seine Rolle im Team so wichtig ist.
Stefan Effenbergs klare Position
Für Stefan Effenberg ist die Position, auf der Wirtz eingesetzt wird, entscheidend. Er erklärte: „Wir sind uns alle einig, wo Flo Wirtz hingehört, wo er sich am wohlsten fühlt. Bei Leverkusen hat er es gezeigt, bei Liverpool auch, da wird er immer besser. Und jetzt auch in der Nationalmannschaft.“
Experten bestätigen die richtige Rolle
‑Experte Peter Neururer betonte, dass Wirtz endlich auf seiner Lieblingsposition spiele: „Endlich kann Florian Wirtz auf der Position spielen, auf der er stark ist, auf der er groß geworden ist, auf der er teilweise Weltklasse abgerufen hat.“
Eintracht‑Profis Timothy Chandler fügte hinzu: „Er ist ein Unterschiedsspieler für jede Mannschaft, in der er spielt. Er ist ein Freigeist. Der muss auf der Position zehn spielen, wo er sich frei bewegen kann.“
Leistung bei Liverpool bleibt hinter Erwartungen zurück
Im Verein beim FC Liverpool belegt Wirtz ebenfalls meist die Zehnerposition, doch nach seinem 125 Millionen‑Euro‑Wechsel hat er in 55 Pflichtspielen nur sieben Tore und elf Vorlagen erzielt – für viele Experten zu wenig.
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Musialas Rückkehr wirft neue Fragen auf
Effenberg stellte die Frage, was mit Jamal Musiala geschehen wird, wenn er nach seiner Verletzung zurückkehrt: „Was passiert mit ihm, wenn er zurückkommt? Das ist die viel spannendere Diskussion als die um Kimmich.“
Unter Julian Nagelsmann war Wirtz bei der WM als Linksaußen eingesetzt, um Musiala im offensiven Mittelfeld zu entlasten. Beim Spiel gegen Serbien musste Musiala jedoch verletzungsbedingt passen.
Kimmich‑Debatte bleibt im Hintergrund
Die langjährige Positionsdebatte um Joshua Kimmich, der unter Nagelsmann als Rechtsverteidiger und unter Jürgen Klopp im zentralen Mittelfeld spielte, wird nun von Effenbergs Hinweis auf Musiala etwas in den Hintergrund gerückt.
Die Diskussion um die optimale Aufstellung zeigt, dass die deutsche Nationalmannschaft weiterhin nach dem besten Einsatz ihrer kreativen Talente sucht, während Wirtz bereits bewiesen hat, dass er Spiele entscheiden kann, wenn er auf der richtigen Position steht.