NAch dem Unentschieden gegen BVB ist beim FC Bayern alles heftig

Nach dem Unentschieden gegen den BVB fühlt sich beim FC Bayern alles ein bisschen heftig, wie Sportvorstand Max Eberl betont. Das Maskottchen Berni bleibt das einzige Lächeln, während Joshua Kimmich und seine Teamkollegen mit einer Reihe schlechter Nachrichten konfrontiert sind. Zudem lastet Druck in der Champions League gegen Atlético Madrid.
Schlechte Nachrichten für die Bayern
Lächeln kann gerade nur das Maskottchen Berni, denn für Joshua Kimmich und seine Teamkollegen gibt es eine schlechte Nachricht nach der anderen. Nach dem Remis gegen den BVB entstehen neue Sorgen beim FC Bayern. Gleichzeitig steht das Team in der Champions League bei Atlético Madrid unter Druck.
Moment des Zweifelns
Es gibt einen Moment, in dem das frühere Glück zu verflüchtigen scheint. Manchmal kehrt es zurück, doch möglicherweise zu spät, sodass große Ziele bereits gefährdet sind. Beim FC Bayern läuft das, was in der vergangenen Saison fast perfekt war, jetzt schief.
Tiefe und Verletzungen
Nicht alles, aber vieles, liegt nicht in der Hand von Mannschaft, Spielern oder Trainer. Ein paar Gegentore und vergebene Chancen gehören zum Spiel. Beim Rekordmeister geht es derzeit um mehr als nur Fußball. Sportvorstand Max Eberl beschreibt die Situation als momentan ein bisschen heftig und betont, dass viel zu verarbeiten sei.
Er meint nicht, dass die Bayern im 2:2 gegen Borussia Dortmund die Chance verpasst haben, sich an der Tabellenspitze abzusetzen. Vor einem Jahr hatte der Rekordmeister nach acht Spieltagen bereits fünf Punkte Vorsprung. Jetzt sind sowohl Bayern als auch BVB noch ungeschlagen, doch die Konkurrenten rücken näher. Die punktgleichen Dortmunder wirken stabiler, während die Münchner nicht mehr ganz so stabil erscheinen.
Rück- und Tiefschläge in dieser Saison erklären die aktuelle Lage des FC Bayern. Trainer Vincent Kompany kämpft mit gesundheitlichen Problemen, ebenso wie Jamal Musiala seit Saisonbeginn. Joshua Kimmich erlebt zudem einen persönlichen Schicksalsschlag. Am Samstag kamen weitere Verletzungssorgen hinzu.
Fabio Silva trifft spät, aber Verletzungen bedrohen den Bayern
Ismael Saibari verließ nach einem Zusammenstoß mit Dortmunds Torwart Gregor Kobel die Münchner Arena auf Krücken. Der FC Bayern teilte am Sonntag mit, dass Saibari einen Riss der Syndesmose im rechten Sprunggelenk erlitten und bereits operiert wurde. Kurz nach Saibaris Auswechslung musste Serge Gnabry wegen einer Muskelverletzung im hinteren linken Oberschenkel das Spielfeld verlassen, wobei die Ausfallzeit mehrere Wochen betragen wird.
Auswirkungen auf das Angriffsspiel
Kurz vor Schluss setzte sich Michael Olise verletzt auf dem Rasen und verließ die Arena leicht humpelnd, was die Frage aufwirft, mit welchem Sturm die Münchner am Dienstag in der Champions League gegen Atlético Madrid antreten können. Vom 100‑Tore‑Sturm der vergangenen Saison stand am Samstag nur noch Ballon‑d’Or‑Gewinner Harry Kane auf dem Platz. Ausnahmsweise war kein Angreifer unter den Torschützen, die beiden Treffer erzielten die Verteidiger Konrad Laimer und Dayot Upamecano. Kane traf bei einem Handelfmeter die Querlatte und verpasste zwei weitere gute Chancen, worauf er sagte: „Es war nicht mein bester Tag“.
Für Borussia Dortmund erzielten die Stürmer Serhou Guirassy und Fabio Silva jeweils ein Tor. Eberl hofft bei Olise, dass es nicht so schlimm sei. Im medizinischen Bulletin vom Sonntag wurden nur Saibari und Gnabry genannt, Olise jedoch nicht erwähnt, sodass er vermutlich keine schwerere Verletzung hat. Aaron Danks, Vertreter des nach einer Hirnhautreizung noch rekonvaliszierenden Trainers Kompany, verbreitete Optimismus und betonte die Tiefe im Kader. Er räumte jedoch ein, dass die offensive Tiefe derzeit eher seicht sei.
Taktische Optionen
Falls Olise ausfällt, stehen nur Harry Kane und Lennart Karl als Angreifer zur Verfügung. Zwei Verteidiger müssten daher auf der linken Flanke und in der Zehnerposition einspringen. Alphonso Davies scheint die Rolle des Außenstürmers zu gefallen und interpretiert sie mit Eifer und Effektivität.
Saibari von Bayern steht nach Derby vor schwerer Sprunggelenksverletzung
Nathaniel Brown spielt solide im Zentrum, ist jedoch links besser aufgehoben. Als möglicher Ersatz für Olise auf der rechten Seite steht ein ausgebildeter Angreifer, nämlich Lennart Karl. Der Senkrechtstarter des vergangenen Sommers geriet nach seiner Verletzung ins Visier von Ehrenpräsident Uli Hoeneß und Sportvorstand Max Eberl.
Kritik an ihm, so Karls Berater Michael Ballack, sei zu hinterfragen, wobei Ballack gleichzeitig als Experte bei tätig ist. Karl zeigte zuletzt leicht aufsteigende Form und hatte Sekunden vor dem Abpfiff die Chance auf den Siegtreffer, der jedoch an der Querlatte landete. Damit war es der vierte Aluminiumtreffer der Münchner gegen Dortmund, inklusive des von Kane vergebenen Elfmeters.