Bundesliga FRAUEN
Millionendeal stärkt Frauen-Bundesliga und Unabhängigkeit dauerhaft
Am 18. September wird die Frauen-Bundesliga (FBL) offiziell vom DFB ausgegliedert und damit eigenständig wie die Männer‑Bundesliga. Der Schritt gilt als Formsache, obwohl die formelle Zustimmung des Verbands noch aussteht. Gleichzeitig verkürzt der neue Ausrüstervertrag mit Nike die Laufzeit auf vier Jahre, wobei jährlich rund 500 000 Euro gezahlt werden.
Neuer Ausrüstervertrag mit Nike
Der wichtige Millionendeal beinhaltet, dass Nike trotz verkürzter Laufzeit die gleiche Summe von rund 500 000 Euro pro Saison zahlt. Zusätzlich stellt der US‑Sporthersteller der Frauen-Bundesliga ein Darlehen in Millionenhöhe zur Verfügung, angelehnt an das Modell der Männer‑Bundesliga, die bei Bedarf auf 100 Millionen Euro von Adidas zurückgreifen kann. Das von Adam Pretty/GettyImages illustriert die bevorstehende Ausgliederung.
TV‑Rechte und langfristige Vision
Im Herbst werden die TV‑Rechte für die Saison 2027/28 ausgeschrieben, zunächst befristet auf zwei Jahre. Die neuen Verträge sollen zusammen mit dem nächsten Ausrüstervertrag weitere Millionen Euro in den deutschen Frauenfußball bringen. Das Ziel ist, die Sichtbarkeit zu erhöhen und die Liga finanziell zu stärken.
In den letzten Wochen war ein großer Stolperstein in den Verhandlungen ein Ausrüstervertrag, den Adidas mit 1,5 Millionen Euro pro Saison zahlte. Die Vereine wollten jedoch nicht die Konditionen übernehmen, weshalb die Verhandlungen neu aufgerollt wurden. Dann folgt die offizielle Ausgliederung, die vom DFB noch formell bestätigt werden muss.
Tresoldi dankt Klopp, verschiebt aber die Entscheidung zwischen Deutschland und Italien
Der Fokus liegt in den kommenden vier Jahren auf größerer Reichweite. Es wird über mögliche Meister‑Playoffs oder eine Relegation nachgedacht, falls die Sender dies wünschen. Diese Modusänderungen sollen das Interesse der Zuschauer steigern und das Ziel unterstützen, die Liga attraktiver zu machen.
Intern hat die FBL das Ziel gefasst, international zur klaren Nummer zwei hinter der englischen Women’s Super League aufzusteigen. Die Hauptkonkurrenten sind Spanien, Frankreich und Italien, die stark in der aktuellen Women’s Champions League vertreten sind. In Deutschland trägt bislang nur die Frauenmannschaft des FC Bayern die Fahne.
Katharina Kiel, Direktorin des Frauenfußball‑Präsidiums aus Frankfurt, Klaus Fillbry, Geschäftsführer von Bremen, und Veronica Saß, Vizepräsidentin von Bayern, sehen die Vision positiv. Sa betont, dass die Ausgliederung ein wichtiger Schritt für den deutschen Frauenfußball sei. Der Verband muss noch formell zustimmen, doch dieser Schritt gilt als Formsache. Frauenfu ist ein Kürzel im Originaltext. Sa markiert den Termin am Samstag.