Millionen Euro beim HSV beflügeln Finanzkraft, Fans füllen Volkspark
Der Hamburger SV hat im Geschäftsjahr 2025/26 einen Umsatz von 182 Millionen Euro erzielt – ein Rekord, der die finanzielle Strahlkraft des Vereins unterstreicht. Die Zahlen zeigen, dass die treuen Fans den ausverkauften Volkspark füllen und damit ein Symbol für die Stärke des Clubs bilden. Millionen Euro beim HSV belegen, dass das Modell funktioniert.
Im vorherigen, noch zweitägigen Saisonjahr lag der Umsatz bei 126 Millionen Euro. Davon stammen 135 Millionen Euro aus den kommerziellen Erlösen – das sind 74 Prozent des Gesamtumsatzes, deutlich über dem üblichen 50‑Prozent‑Durchschnitt in der Bundesliga.
Finanzvorstand Eric Huwer betont: „Knapp drei von vier Euro verdienen wir inzwischen außerhalb von Medienrechten und Transfers. Das macht uns robuster gegen die Schwankungen, denen jeder Bundesligist ausgesetzt ist, und zeigt gleichzeitig, welche wirtschaftliche Kraft wieder im HSV steckt. Der Klub ist heute aus eigener Kraft handlungsfähig und selbstbestimmt.“
Der immer ausverkaufte Volkspark mit Logen und teuren Sitzplätzen ist nicht nur ein Einnahmebringer, sondern auch ein Symbol für die Bindung zwischen Fans und Verein. Die Unterstützung der Anhänger wird als zentrale Finanzquelle hervorgehoben.
Cashflow und Transferpolitik
Die acht Millionen Euro, die der HSV für den am 1. September verpflichteten Außenverteidiger Zakaria El Ouahdi an KRC Genk überwies, kamen aus dem Cashflow. Ein Verkauf von Fabio Baldé für sieben Millionen Euro an Racing Straßburg wurde unmittelbar in den Kauf von Fábio Vieiras vom FC Arsenal investiert.
Die Geschäftsstelle beschäftigt 127 festangestellte Mitarbeitende und gilt damit als effizient im Vergleich zur Liga. Jede Woche gehen Anfragen von ausländischen Anlegern ein, die der HSV konsequent ablehnt, um nicht auf spekulatives Roulette zu setzen.
Um das Stadion von 57 000 auf 60 000 Plätze zu erweitern, nutzt der HSV Mittel des Supporters Trust. Bisher wurden rund sechs Millionen Euro gesammelt, das Ziel liegt bei knapp 17 Millionen Euro. Die genauen Ausbaukosten wurden noch nicht veröffentlicht.
In der Führungsetage glaubt man, gemeinsam mit Trainer Merlin Polzin einen Kader zu haben, der das Ziel Platz 15 erreichen kann. Mehr wird nicht definiert, und die Rückkehr in die Zweite Liga bleibt ein mögliches Szenario.