Bundesliga
Milan setzt auf Ex‑Bayern‑Abwehrmann Benatia als Sportdirektor
Medhi Benatia wird laut mehreren italienischen Medien zum neuen Sportdirektor der AC Milan ernannt, nachdem der Traditionsklub nach einer enttäuschenden Saison mit verpasster Champions‑League‑Qualifikation einen radikalen sportlichen Umbruch eingeleitet hat.
Umfassender Personalwechsel bei Milan
Im Sommer trennte sich Milan von Trainer Massimiliano Allegri, Sportdirektor Igli Tare, technischem Direktor Geoffrey Moncada und Geschäftsführer Giorgio Furlani. Auf der Trainerbank übernahm Ruben Amorim, während auf Funktionärsebene Massimo Calvelli, Hendrik Almstadt, Bobby Gardiner und Domenico Lomonte mehr Verantwortung erhielten.
Benatias Weg vom Bayern‑Abwehrmann zum Manager
Der 39‑jährige Marokkaner spielte von 2014 bis 2016 für den FC Bayern, gewann dort zweimal die Bundesliga und einmal den DFB‑Pokal. Anschließend war er in Italien bei Juventus Turin, AS Rom und Udinese Calcio aktiv, beendete 2021 seine Spielerkarriere in der Türkei bei Fatih Karagümürk und wechselte dann ins Management seines Jugendklubs Olympique Marseille.
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Bei Marseille fungierte Benatia von Januar 2025 bis Juni 2026 als Sportdirektor, tätigte dort einige vielversprechende Transfers, jedoch fiel er mehrfach durch aufbrausendes Verhalten am Spielfeldrand auf und erhielt mehrere Rote Karten. Mitte Februar trat er nach negativen Ergebnissen und der Entlassung von Trainer Roberto De Zerbi zurück, blieb jedoch bis zum Saisonende im Amt.
Nach seiner Vereinslosigkeit seit dem Sommer hat Benatia laut Gerüchten Interesse am Posten bei Milan gezeigt. Die Meldungen deuten darauf hin, dass er nun die sportliche Führung des italienischen Klubs übernehmen soll.
Unter Amorim startete Milan ordentlich in die aktuelle Saison: nach drei Siegen und zwei Unentschieden aus fünf Spielen belegt die Mannschaft derzeit den fünften Tabellenplatz in der Serie A.