WM
Meunier drängt Belgien zum Sieg gegen Iran
Belgien muss das zweite Gruppenspiel gegen den Iran gewinnen, um die Kontrolle über sein WM-Schicksal zu übernehmen. Anstoß ist um 21:00 Uhr in Los Angeles, wo alle vier Teams der Gruppe derzeit drei Punkte haben.
Thomas Meunier betonte die Dringlichkeit der Situation im RTBF-Interview. „Wir müssen dieses Spiel gewinnen, um uns in der Gesamtwertung in eine starke Position zu bringen“, sagte er. „In der ersten Partie haben wir viele Chancen kreiert. Hätten wir vielleicht zwei Gegentore kassiert, hätten wir fünf Tore schießen können.“ Meunier räumte frühe Schwächen ein, blieb aber optimistisch, was Belgiens Potenzial angeht.
Der rechte Außenverteidiger aus Lille hob konkrete Probleme aus dem ersten Spiel hervor. „Wir haben zu viele Bälle und Zweikämpfe verloren, waren zu wenig aggressiv und hatten teilweise nicht den nötigen Drive. Vielleicht waren es auch die typischen Turnier-Nervositäten. Wir freuen uns darauf, dieses zweite Spiel zu bestreiten.“ Meunier ist überzeugt, dass Belgien eine Leistung abrufen kann, die ein Statement an die kommenden Gegner ist.
Rudi Garcias Team wird ohne Jérémy Doku auskommen müssen, der für diese Partie nicht zur Verfügung steht. „Wir müssen ohne Jérémy Doku spielen – er ist eine klare Verstärkung“, sagte Meunier. „Ich hoffe, er ist zum nächsten Spiel gegen Neuseeland wieder fit. Wir sollten den Iran nicht unterschätzen. Wenn wir die beiden Teams vergleichen, müssen wir uns sagen: Wir müssen gewinnen.“
Die belgische Mannschaft zeigte sich begeistert vom neuen Stadion in Los Angeles. „Wir haben die Arena besichtigt – sie ist außergewöhnlich. Sie sieht aus, als würde sie 100.000 Zuschauer fassen, aber es sind 70.000. Die Architektur ist sehr modern, genau wie die Trainingsanlagen. Alles ist modern, schön und funktional. Das ist Amerika“, so Meunier.
Der Verteidiger begrüßte auch die verbesserten Platzverhältnisse. „In Seattle war das Gras viel zu lang – die Bewässerung hielt bei der Hitze kaum zwei Minuten. Das machte es schwer, gegen den Gegner zu spielen. Hier in Los Angeles ist das Gras kürzer. Für mich sind die Bedingungen deutlich günstiger“, fügte er hinzu.