Messi verabschiedet sich würdevoll, Ronaldo fordert Respekt
Lionel Messi spielte sein letztes Spiel für die argentinische Nationalmannschaft gegen Benin, während Cristiano Ronaldo Auch das Team verließ. Beide Abschiede markieren das Ende einer fast zwanzigjährigen Ära im Weltfußball. Die Szenen fanden in Buenos Aires und im portugiesischen Trainingslager statt, wobei Emotionen und Kontroversen die Schlagzeilen bestimmten.
Messis feierlicher Abschied
Am Dienstag trat Messi in seinem 208. Länderspiel gegen Benin im vollen Monumental‑Stadion in Buenos Aires auf. Er beendete seine Nationalmannschaftskarriere mit zwei Vorlagen und einem Elfmetertreffer, während rund 85.000 Zuschauer jubelten. In der zehnten Minute wurde das Spielfeld für eine stehende Ovation unterbrochen, und Drohnen zeichneten ein von Messi mit dem WM‑Pokal in den Nachthimmel. Der 39‑jährige Ausnahmespieler hatte Tränen in den Augen, und ehemalige Teamkollegen überschlugen die sozialen Medien mit Gratulationen.
Ronaldo und der Trainerstreit
Im portugiesischen Trainingslager sandte Trainer Jorge Jesus Ronaldo zum Aufwärmen für ein Nations‑League‑Match gegen Norwegen, ließ ihn jedoch nicht einwechseln. Der verärgerte Weltstar verlangte daraufhin eine Liste von acht Aussagen, die der Trainer bei der nächsten Pressekonferenz vortragen solle, und veröffentlichte sie anschließend auf Instagram. Darin heißt es: "Ich habe einen Fehler gemacht, indem ich jemanden von der Klasse eines Pelé oder Maradona zum Aufwärmen geschickt und ihn dann nicht eingewechselt habe." Jesus erwähnte den Vorfall nicht, und Ronaldo verließ das Camp per Privatjet. Der 41‑jährige Stürmer äußerte zudem, dass die Saudi‑Pro‑Liga qualitativ über der französischen Ligue 1 liege.
Die beiden Abschiede stehen sinnbildlich für die unterschiedliche Nutzung der großen Bühne: Messi verließ sie würdevoll, während Ronaldo in einem ego‑getriebenen Machtkampf zu kämpfen scheint. Der Ball, den Messi stets mit seiner linken Fußkunst beherrschte, wurde zum Symbol seiner stillen Größe, während Ronaldos Konflikt die Aufmerksamkeit auf die Bühne selbst lenkte.
Karrierebeginn und Ausblick
Messi trat bereits im Alter von 13 Jahren in die Jugendakademie des FC Barcelona ein und entwickelte sich zu einem achtfachen Weltfußballer, der nie über das Team gestellt wurde. Ronaldo hingegen feierte 2016 den Gewinn der Europameisterschaft, verletzte jedoch im Finale gegen Frankreich sein Knie und sah den Titel von der Ersatzbank aus.
Ronaldo betont, dass er trotz seiner Kritik weiterhin an seiner Leistungsfähigkeit fest glaube, während Analysten spekulieren, dass er künftig nicht mehr Teil der portugiesischen Nationalmannschaft sein könnte. Messi hingegen kündigte an, künftig als Zuschauer im Stadion zu bleiben und den Ball weiterhin zu feiern.