Matthäus widerspricht Schweinsteigers Mittelmaß, betont Mentalität
Nach der 0:1‑Niederlage gegen Griechenland erklärte Bastian Schweinsteiger, dass die deutsche Nationalmannschaft nur noch Mittelmaß sei. Lothar Matthäus widerspricht deutlich und behauptet, das Team habe noch genug Klasse. Darin sieht er das wahre DFB‑Problem und weist auf eine mentale Schwäche hin.
Schweinsteiger, der als Experte für das ARD‑Programm auftrat, kritisierte nach dem Start die fehlende Individualität. „Wir sind keine Topmannschaft mehr. Wir sind im Mittelmaß angekommen. Wir haben nicht mehr diese Spieler, die den Unterschied ausmachen“, sagte er.
Wie Matthäus, 63‑jähriger Rekordnationalspieler, stellte der ‑Redaktion klar, dass das Team kein Mittelmaß sei. „Unsere Nationalmannschaft ist kein Mittelmaß!“, betonte er und verwies auf Profis, die regelmäßig auf höchstem Vereinsniveau spielen.
Der enttäuschende Start unter Jürgen Klopp, gekennzeichnet durch die 0:1‑Niederlage gegen Griechenland, hat die Diskussion um die Mannschaftsqualität neu entfacht.
Qualität im Kader
Als Beispiele nannte er Kai Havertz, Karim Adeyemi, Jamal Musiala, Florian Wirtz und Kapitän Joshua Kimmich. Er räumte Schwächen ein, bewertete sie jedoch nicht als grundlegend für Schweinsteigers Kritik.
Matthäus diagnostizierte das eigentliche Problem als mentaler Natur. „Die Nationalspieler haben kein Qualitäts‑, sondern ein Mentalitätsproblem!“, erklärte er und forderte ein stärkeres Sieger‑Mindset.
Mentalität und Klopp
Er setzte große Hoffnungen in Jürgen Klopp, den neuen Bundestrainer. „Wenn es einer kann, sie auf diese Mannschaft zu übertragen, dann er“, sagte Matthäus und betonte, dass Klopp die fehlende Mentalität vermitteln könne.
Damit bleibt zwischen den beiden Weltmeistern ein klarer Dissens über die Qualität des aktuellen Kaders, während beide die Schlüsselrolle des Trainers für eine sportliche Wende anerkennen. Beide betonen, dass ein mentaler Wandel entscheidend für die Rückkehr zur internationalen Spitzenposition sei.