Matthäus widerspricht Schweinsteiger und verteidigt DFB‑Talente nach Niederlage
Im Stadion in Augsburg, wo die deutsche Nationalmannschaft am Sonntag mit 0:1 gegen Griechenland verlor, entbrannte eine hitzige Debatte zwischen zwei deutschen Fußballlegenden. Bastian Schweinsteiger, heute ARD‑Experte, kritisierte das Team als „Mittelmaß“, während Lothar Matthäus, Rekord‑Nationalspieler, ihm energisch widersprach.
Matthäus verteidigt die Qualität der Spieler
Lothar Matthäus, 65‑jährig und Weltmeister von 1990, erklärte der ‑Zeitung, dass die Mannschaft keineswegs im Mittelmaß sei. „Wir haben genügend Unterschiedsspieler, die bei Topklubs wie dem FC Bayern, Barcelona oder Arsenal Woche für Woche beweisen, dass sie hohe Qualität haben“, betonte er.
Der ehemalige Kapitän verwies zudem auf ein „Mentalitätsproblem“ statt eines Qualitätsmangels. Er nannte konkrete Beispiele: Kai Havertz spiele beim englischen Meister Arsenal, Karim Adeyemi zeige sich beim FC Barcelona in Bestform, und das Duo Jamal Musiala sowie Florian Wirtz habe einen gemeinsamen Marktwert von über 200 Millionen Euro.
Gemeinsame Sicht auf den Trainer
Trotz ihrer Meinungsverschiedenheiten einigten sich Schweinsteiger und Matthäus darin, dass Bundestrainer Jürgen Klopp der richtige Mann für den Neuaufbau sei. Matthäus lobte Klopps Mentalität und sagte: „Wenn es einer kann, sie auf diese Mannschaft zu übertragen, dann er.“
Matthäus hob zudem weitere Spieler hervor: Joshua Kimmich sei ein echter Leader in der Zentrale, Nico Schlotterbeck und Jonathan Tah bildeten ein starkes Innenverteidigungsduo, und Yann Aurel Bisseck, seit 2023 bei Inter Mailand, sei bereits jetzt Weltklasse, wie sein ehemaliger Kollege Giuseppe Bergomi bestätigte.
Schweinsteiger hatte das DFB‑Team nach der Niederlage in Augsburg kritisiert: „Wir sind keine Topmannschaft mehr. Wir sind im Mittelmaß angekommen.“ Matthäus konterte den Vorwurf, indem er die individuellen Leistungen und das Potenzial der deutschen Nationalspieler hervorhob.
Die Debatte verdeutlicht, wie stark die Meinungen über die aktuelle Situation der deutschen Nationalmannschaft auseinandergehen, während beide Legenden ein gemeinsames Ziel verfolgen: den Wiederaufstieg zur Weltspitze.