Matthäus warnt vor Führungsmangel bei Eintracht Frankfurt nach drückender Niederlage
Im Stadion von Eintracht Frankfurt hallt noch immer das einer 0:6‑Niederlage vom vergangenen Samstagabend nach, während Lothar Matthäus, live als TV‑Experte für Sky, die Szene beobachtet und sofort die Diskussion um Kapitän Robin Koch ansprach.
Frühe Auswechslung und Straftraining
Das Straftraining am eigentlich freien Montag sowie die frühe Auswechslung von Robin Koch gelten laut Matthäus als klare Anzeichen dafür, dass die Mannschaft nach der deutlichen Niederlage nicht sofort wieder aufrappeln kann.
Matthäus' Einschätzung zu Koch
„Die deutlichen Aussagen über Robin Koch haben mich überrascht. Dass er bei der Auswechslung seines Kapitäns von einer Erlösung spricht, war unglücklich. Das sieht nicht gut aus“, kommentierte Matthäus gegenüber der Sport.
Er betonte, dass Hütters Reaktion nach zwanzig Jahren Erfahrung nicht „einfach ohne Grund“ sei und vermutete, dass die erste Halbzeit in Leipzig das Fass zum Überlaufen gebracht habe. Rein von der Leistung her, hätte man seiner Meinung nach alle auswechseln können.
Fehlende Führungsspieler
Eine zentrale Frage stellte Matthäus: „Wo sind in Frankfurt echte Führungsspieler?“ Er sieht zurzeit keine, und kritisiert, dass Frankfurt nicht auf solche Spielertypen setzen könne.
Jonathan Burkardt nannte er „einen tollen Stürmer“, der jedoch vorrangig Tore erzielen müsse, während ein Anführer seiner Ansicht nach weiter hinten das Team zusammenhalten sollte.
Atubolu bezeichnete Matthäus als potenziellen Führungsspieler, der nach seinem Wechsel noch Zeit benötige. Ebenso sehe er in Raphael Onyedika im Mittelfeld einen möglichen Anführer, doch Koch müsse mit sich selbst kämpfen, was die Situation für Eintracht aktuell gefährlich mache.