Matthäus lobt Klopps Doppel‑Kader und sieht Unterschied zu Nagelsmann
Lothar Matthäus lobt Jürgen Klopp für den ungewöhnlichen Ansatz seines ersten DFB‑Kaders und sieht bereits einen klaren Unterschied zu Julian Nagelsmann. Der Rekordnationalspieler ist begeistert von der Aufteilung in zwei Kader mit insgesamt 44 Spielern, die es Klopp ermöglichen, Charakter und Verhalten persönlich zu prüfen.
Zwei‑Kader‑Konzept als Lösung
Wie Matthäus im Interview mit RTL und Sky Sport erklärt, hält er die Aufteilung in zwei Kader für eine sehr gute Lösung. Durch das Konzept bekommt Klopp die Möglichkeit, deutlich mehr Spieler persönlich kennenzulernen und nicht nur ihre sportliche Qualität zu beurteilen.
Der ehemalige Nationalspieler betont, dass es dabei vor allem um die Art des neuen Bundestrainers geht, die sowohl die sportliche als auch die menschliche Komponente berücksichtigt. Deshalb kann er nachvollziehen, dass Klopp auch weniger bekannte Namen wie Felix Keidel, Bambase Conte oder Mika Baur nominiert hat.
Matthäus kritisiert die Vorstellung, ein Trainer könne Spieler ausschließlich aus der Beobachtung heraus einschätzen. Im direkten Austausch könne Klopp seine Ideen vermitteln, Gespräche führen und gleichzeitig erkennen, wie sich einzelne Profis im Mannschaftsumfeld verhalten.
Besonders stark fand Matthäus Klopps Pressekonferenz, die er als eine der besten bezeichnete, die er je gesehen habe. Er lobte die klaren Botschaften an Spieler, Fans und das gesamte Fußballland.
Klopps bisherige Arbeitsweise kommt bei ihm ebenfalls gut an: Der Bundestrainer besucht regelmäßig Spiele, beobachtet Trainingseinheiten und tritt insgesamt sehr präsent auf. Diese Präsenz unterscheidet ihn deutlich von Julian Nagelsmann.
Im Vergleich zu Nagelsmann empfindet Matthäus Klopp als aktiver und näher am Mannschafts‑Umfeld. Für den Rekordnationalspieler ist genau diese Herangehensweise entscheidend, wenn Deutschland möglichst schnell wieder erfolgreicher werden soll.