Matthäus kritisiert nagelsmanns spielerumgang, lobt klopps Respekt
Lothar Matthäus vergleicht den aktuellen Bundestrainer Jürgen Klopp mit dessen Vorgänger Julian Nagelsmann und hebt einen entscheidenden Unterschied im Umgang mit Spielern und Öffentlichkeit hervor. Der Rekordnationalspieler sieht bei Klopp mehr Respekt und weniger Spaltung innerhalb der Mannschaft.
Umgang mit Spielern und Öffentlichkeit
Matthäus betont, dass Nagelsmann durch seine öffentliche Kommunikation Teile der Mannschaft gegen sich aufgebracht habe, während Klopp seiner Ansicht nach die Spieler stärker schützt. „Klopp nimmt die Leute mit, Nagelsmann brachte sie gegen sich auf“, sagte er der.
Der frühere DFB‑Kapitän kritisiert insbesondere die Kritik an den eigenen Profis nach Spielen unter Nagelsmann. Er empfindet diese rückblickend als problematisch, weil sie das Vertrauen der Spieler untergrabe.
Präsenz vor der Kamera und emotionale Wirkung
Nach Matthäus’ Einschätzung wirke Nagelsmann häufig neutral, während Klopp seine Stimmung deutlich sichtbarer transportiere – mal lachend, mal ernst. Diese Emotionalität mache ihn für viele Menschen greifbarer.
Beide Trainer, so Matthäus, zeigen ähnliche sportliche Prinzipien: Sie lassen sich nicht von außen beeinflussen und verfolgen konsequent ihre eigenen Vorstellungen.
Ein konkretes Beispiel nennt Matthäus Joshua Kimmich: Unter Klopp sei klar kommuniziert worden, dass Kimmich im Zentrum spiele, während unter Nagelsmann seine optimale Position immer wieder diskutiert wurde.
In Interviews bemerkt der ehemalige Weltmeister, dass beide Trainer lange Antworten geben und kritischen Fragen ausweichen. Trotz dieser Gemeinsamkeit sieht er bei der Kommunikation mit Mannschaft und Öffentlichkeit erhebliche Unterschiede.