Matthäus fordert Coach Klopp und Stars klare Verantwortung
Nach dem Fehlstart der deutschen Nationalmannschaft kritisiert der 65‑jährige Rekordnationalspieler Lothar Matthäus den Trainer Jürgen Klopp und drei etablierte Nationalspieler scharf. Während das 1:1 gegen die Niederlande und die 0:1‑Niederlage gegen Griechenland die Erwartungen zerschlugen, fordert Matthäus klare Verantwortung.
Matthäus bemängelt, dass mehrere Nationalspieler ihre starken Leistungen aus dem Vereinsfußball bislang nicht im DFB‑Trikot bestätigen konnten. Er fragt in seiner Sky‑Kolumne: „Warum haben unsere Spieler in ihren Klubs Lösungen, aber nicht im DFB‑Team?“. Der frühere Weltmeister von 1990 sieht die Verantwortung nicht allein beim neuen Coach.
Kritik an einzelnen Nationalspielern
Besonders deutlich wird seine Kritik bei Felix Nmecha, dessen Verhalten vor dem entscheidenden Gegentor gegen Griechenland Matthäus als „kreisligareif“ bezeichnet. Auch Karim Adeyemi müsse seine Qualitäten konsequenter zeigen und vorhandene Torchancen besser nutzen. Im Fokus steht zudem Kapitän Joshua Kimmich, den Matthäus fragt: „Warum spielt Joshua Kimmich in der Nationalmannschaft nicht so wie in München?“.
Coach Klopp im Visier
Der 65‑jährige Ex‑Kapitän kritisiert zudem Klopp’s Entscheidung, Kimmich für die kommenden Begegnungen gegen Serbien und Griechenland nicht zu nominieren. „Ich hätte ihn bei allen vier Spielen im Kader gelassen, damit die Neulinge auch ihn kennenlernen“, erklärt Matthäus. Er betont, Kimmich sei „der absolute Leader dieser Nationalmannschaft“.
Spieltag 6: 22 Tore in sieben Spielen der Frauen-Bundesliga, zwei Ergebnisse 0-1
Trotz der scharfen Vorwürfe erkennt Matthäus genügend Qualität im deutschen Kader. Entscheidend sei nun, diese gemeinsam auf den Platz zu bringen. Er erinnert an grundlegende Tugenden: „Laufen, Zweikämpfe gewinnen, das sind Grundvoraussetzungen.“
Für Coach Klopp und seine neu formierte Mannschaft geht es nach dem holprigen Start in den kommenden Partien darum, erstmals überzeugende Ergebnisse zu erzielen. Die anstehenden Spiele gegen Serbien und ein weiteres Aufeinandertreffen mit Griechenland bieten die Chance, das Vertrauen der Öffentlichkeit zurückzugewinnen.
Matthäus’ Gegenüberstellung von individueller Verantwortung und kollektiver Führung verdeutlicht, dass ein klarer Kurswechsel nötig ist, um das frühe Desaster zu überwinden.