Marokko kritisiert DFB nach Ebnoutalibs Wahl für Deutschland
Im Frankfurter Stadion beobachtete ein kleiner Kreis von Journalisten, wie Younes Ebnoutalib die Einladung von Bundestrainer Jürgen Klopp annahm – ein Schritt, der in Marokko sofort Unmut auslöste und die Beziehung zum DFB auf die Probe stellte. Die Entscheidung, die ihn für beide Nationen spielberechtigt gemacht hatte, löste ein mediales Echo aus.
Marokko reagiert mit scharfer Kritik
Nationaltrainer Mohamed Ouahbi reagierte sofort mit einer spitzen Bemerkung gegenüber dem DFB. „Die Sache ist erledigt. Wir stehen auf Platz 6 der Weltrangliste und machen weiter“, sagte er, während Deutschland aktuell Rang zwölf belegt. Der Kommentar verdeutlicht die Enttäuschung des marokkanischen Verbandes.
Nach Informationen der hat Ebnoutalibs DFB‑Nominierung in Marokko für großen Ärger gesorgt. Der marokkanische Verband hätte den 23‑Jährigen gern für die eigene Auswahl gewonnen und ist wenig erfreut über seine Entscheidung für Deutschland.
Soufiane El‑Faouzi, 24, wurde erneut von Marokko für die bevorstehenden Partien gegen Gabun, Lesotho und Ghana nominiert. Er hatte bereits im Mai im Testspiel gegen Burundi ein 5:0‑Ergebnis für die Nordafrikaner erzielt, ist jedoch bislang nicht endgültig an den marokkanischen Verband gebunden.
Ebnoutalib stand ebenfalls auf Marokkos Radar. Ouahbi bestätigte, bereits Kontakt zum Frankfurter Verein aufgenommen zu haben und erklärte, man habe ihn „schon seit der letzten Saison“ beobachtet, telefonisch das Projekt Marokko erläutert – ohne Versprechen.
Klopp lobt Talent, Marokko ruft weitere Profis
Der Stürmer von Eintracht Frankfurt, Younes Ebnoutalib, hätte für beide Länder spielberechtigt sein können, entschied sich jedoch für die Einladung von Bundestrainer Jürgen Klopp. Damit hat er die Möglichkeit, für Deutschland zu spielen, verworfen.
Jürgen Klopp zeigte sich von Ebnoutalibs Qualitäten überzeugt. „Seine Schlauheit, was das Spiel auf der letzten Linie angeht, ohne im Abseits zu sein, ist außergewöhnlich und super. Er ist ein großes Talent“, lobte der neue Bundestrainer.
Neben El‑Faouzi wurden vier weitere Bundesliga‑Profis in das 29‑köpfige Aufgebot Marokkos berufen: Ismael Saibari, Zakaria El Ouahdi, Neil El Aynaoui und Bilal El Khannouss. Das Team wird von Kapitän Achraf Hakimi angeführt.