Premier League
Maresca setzt Kurs bei Manchester City umgeben von Guardiola-Echos
In einem geschäftigen Presseraum im Etihad Stadium gestern trat der Italiener Enzo Maresca als neuer Trainer von Manchester City vor die Medien, nachdem er in der historischen, das Triple 2022‑23 gewinnenden Saison als Assistent von Pep Guardiola gedient hatte.
Der Vorstand von City betonte die offensichtlichen Parallelen zwischen Marescas und Guardiolas taktischer Sichtweise und wies darauf hin, dass beide einen besitzorientierten Spielstil bevorzugen. Der Vorstand erklärte, dass die Ähnlichkeit ein bewusster Grund für die Ernennung Marescas zum Nachfolger Guardiolas sei. Sie fügte hinzu, dass der Klub gezielt einen Trainer gesucht habe, dessen Philosophie mit dem bestehenden Stil übereinstimme. Diese Übereinstimmung wurde als strategische Kontinuität dargestellt.
Maresca betonte zudem, dass City als amtierender FA Cup‑ und Carabao Cup‑Gewinner nach seiner Vorstellung geführt wird. „Für mich ist es wichtig, klarzustellen, dass ich hier bin, um meine Arbeit so zu machen, wie ich es für richtig halte“, sagte er. Er fügte hinzu, dass er nicht hier sei, um jemanden zu kopieren, sondern um seinen eigenen Fußball zu etablieren. Die Aussage unterstrich sein Vorhaben, das Team nach seinen eigenen Vorstellungen zu formen.
Er erklärte, dass sich Konzepte zwar überschneiden können, jeder Trainer jedoch einen einzigartigen Tagesansatz mitbringt. „Jeder Trainer ist anders. Es können ähnliche Konzepte geben, aber jeder Trainer ist anders“, erklärte Maresca. Er betonte, dass die tägliche Herangehensweise und die Spielvorbereitung unterschiedlich sein werden. Das unterstreicht seinen Glauben an eine eigenständige Traineridentität.
Maresca erinnerte die Beobachter daran, dass er bereits bei Leicester City und Chelsea einen besitzorientierten Stil implementiert habe und dass seine City-Mannschaft zu einem „anderen Tier“ heranwachsen wird. Der Verweis auf seine vorherigen Vereine verdeutlicht seine Erfahrung mit dieser Philosophie. Der Kommentar „anderes Tier“ signalisiert eine neue Entwicklung für Manchester City.
Er warnte, dass die Nuancen seines Aufbauspiels und Pressings zu Beginn der Saison 2026‑27 möglicherweise noch nicht erkennbar seien, aber im Verlauf der Kampagne zum Vorschein kommen sollten. Das deutet auf eine schrittweise Umsetzung seiner Ideen hin. Der Zeitrahmen legt nahe, dass sichtbare Veränderungen erst nach einer Saison sichtbar werden könnten.
Die Führungsebene akzeptierte, dass sie keinen Guardiola‑Klon einstellen; sie wussten, dass sie einen Trainer bekommen, der mit dem Klub und seinen Spielern vertraut ist und eine ähnliche Philosophie teilt. Sie werden nicht erwarten, dass Maresca Guardiolas ungeschlagenen Rekord reproduziert, sondern ihm Raum geben, seine eigenen Methoden zu entwickeln. Diese Anerkennung verschafft ihm Spielraum zum Experimentieren. Die Haltung des Vorstands stärkt den Fokus auf langfristige Entwicklung statt sofortiger Nachahmung.
Maresca schloss, dass es faszinierend sein wird zu beobachten, wie sich seine Mannschaft unter seinen eigenen Methoden entwickelt, und räumte ein, dass Unterschiede Zeit benötigen, um sichtbar zu werden. Er äußerte Vorfreude auf die Weiterentwicklung des Teams. Die abschließende Bemerkung fasste die zukunftsorientierte Perspektive des Klubs zusammen.