WM
Kein Interesse Barcelonas an Cucurella
Marc Cucurella vollzog einen überraschenden Nachttransfer von Chelsea zu Real Madrid und wurde damit zum spanischen Linksverteidiger, der beide WM-Spiele Spaniens bestritt. Er spielte jeweils die vollen 90 Minuten, half dem Team zu zwei Shutouts und lieferte mit Vorstößen in die Offensive wichtige Impulse.
Real Madrid ging ohne einen einzigen spanischen Nationalspieler in den WM-Kader – ein Novum in der Vereinsgeschichte. Präsident Florentino Pérez beendete diese Phase mit der Verpflichtung Cucurellas von Chelsea in einem nächtlichen Deal. Die Unterschrift brachte dem Klub sofort einen Stammspieler auf der Linksverteidiger-Position.
Cucurella stand in beiden WM-Partien Spaniens in der Startelf und absolvierte jeweils die volle Spielzeit. Seine defensiven Leistungen sicherten die Clean Sheets, während seine Offensivläufe für zusätzliche Gefahr sorgten.
Zu seiner Rolle sagte Cucurella: „Ich sage meinem Flügelspieler immer, er soll machen, was er will, und ich erledige den Rest – die unangenehme Arbeit –, damit er sich wohlfühlt.“ Er betonte, dass dieses Gleichgewicht die Chemie auf dem Flügel stärkt.
Der Linksverteidiger sprach auch über sein Privatleben: „Ich denke, jeder weiß bereits, dass mein Sohn Autismus hat. Das hat mein Leben nicht verändert, aber es lässt mich das Leben mehr wertschätzen.“ Er unterstrich, dass familiäre Gründe seine Vereinswahl beeinflussten: „Ich wäre keinem Team beigetreten, das keine passenden Schulen oder Therapien für meinen Sohn bietet.“
Cucurella verriet, dass er zwei Tage vor der offiziellen Bekanntgabe von Real Madrids Interesse erfuhr und den Wechsel ohne Zögern annahm. Den Ablauf bezeichnete er als „unglaublich schnell“ und sagte: „Solche Chancen kommen nur einmal im Leben, und man darf sie nicht ausschlagen.“
Auf die Frage nach möglichen Alternativen erklärte er: „Von Barcelona kam kein Interesse, aber Atlético zeigte Interesse.“ Entscheidend war für ihn jedoch, Real-Madrid-Spieler zu werden. Er schloss mit den Worten: „Wichtig ist, dass es jetzt vollzogen ist – dass ich Real-Madrid-Spieler bin, dass wir wieder Titel gewinnen und dass ich diese Erfahrung genieße.“