Manuel Neuer wird bei Schalke ausgepfiffen – er nennt das Liebe
Manuel Neuer, 40, stand am Samstag im Finale seines Wirkens in Gelsenkirchen, als die Schalke‑Fans bei jedem Ballkontakt pfiffen und ihn beleidigten. Trotz des 0:0‑Ergebnisses nannte der FC‑Bayern‑Kapitän das Geschehen ein Kompliment und sagte mit einem leichten Schmunzeln: „Das ist Liebe.“
Eberl verurteilt Beschimpfungen der Fans
Max Eberl, Sportvorstand des FC Bayern, verurteilte die Beschimpfungen der Schalke‑Fans als unangemessen. Er betonte, dass die Anhänger stolz auf den aus der Knappenschmiede hervorgegangenen Welttorhüter seien und solche Kraftausdrücke nicht nötig seien. „Man kann pfeifen, weil man gegen Bayern spielt, doch diese Ausdrücke brauchen sie nicht“, erklärte Eberl.
Neuer blickt auf letzten Auftritt zurück
Neuer betonte, dass der wohl letzte Auftritt in der Arena AufSchalke für ihn ein emotionaler Moment sei. „Ich habe zwanzig Jahre für diesen Verein gespielt, meine ganze Familie war da“, sagte er mit einem Schmunzeln. Wohl sei es ein sehr besonderes Erlebnis, fügte er hinzu. Manu, wie die Fans ihn nennen, zeigte ein leichtes Lächeln. Ein weiteres Mal erinnerte er sich daran, dass er in den kommenden Wochen über seine Zukunft spreche und nicht damit rechne, noch einmal in der Veltins‑Arena zu spielen.
Das Match endete torlos, Schalke hielt den FC Bayern mit einem 0:0 ab. Jeder Pfiff bei jeder Ballberührung wurde von den Fans lautstark wiederholt, und die Pfiffe setzten das Spiel fort. Doch der Bayern‑Kapitän ließ sich nicht beirren und konzentrierte sich auf die wenigen Großchancen, die nicht genutzt wurden. NEUNDORF berichtete, dass die Pfiffe das Ergebnis nicht bestimmten.
Schalke‑Legende Olaf Thon hatte vor Anpfiff gehofft, dass die Fans Neuer nicht ausbuhen, sondern seine Leistung als weltbester Torwart respektieren. Die Erwartung blieb unerfüllt, denn die Pfiffe setzten sich fort.
Nach dem Spiel wurde Loris Karius zum Spieler des Spiels gewählt, weil er trotz der Pfiffe ein herausragendes Spiel zeigte.
Neuer schloss, dass er in den vergangenen Wochen bereits über seine Zukunft gesprochen habe und nicht damit rechne, noch einmal in der Veltins‑Arena aufzutreten.