Mancinis reumütige Rückkehr zwingt Italiens Wiederaufbau in den Fokus
Roberto Mancini wurde am Mittwoch, dem 29. Juli 2026, in Rom erneut zum Cheftrainer Italiens ernannt, drei Jahre nachdem er die Position für einen lukrativen Vertrag in Saudi‑Arabien verlassen hatte, und er sprach bei der Pressekonferenz eine öffentliche Entschuldigung vor den Medien aus.
Die italienische Nationalmannschaft verpasste zum dritten Mal in Folge die Qualifikation für die Weltmeisterschaft, ein Scheitern, das im April nach einer Playoff‑Niederlage gegen Bosnien und Herzegowina die Rücktritte des Verbandspräsidenten Gabriele Gravina und des Trainers Gennaro Gattuso auslöste. Die Krise verstärkte die Dringlichkeit einer Wende unter der neuen Führung.
Bei der Pressekonferenz in Rom stand Mancini neben dem neu ernannten technischen Direktor Claudio Ranieri, beide posierten für ein Foto, das Alfredo Falcone/AP zugeschrieben wird. Das Bild signalisierte ein neues Führungsteam, das die Aufgabe hat, die Azzurri zu stabilisieren.
Mancini begann seine Äußerungen mit einem herzlichen „Es tut mir sehr leid“ und fügte hinzu, dass die Entscheidung zu gehen sich anfühle „wie den Verlust der Frau deines Lebens“. Später sagte er: „Es war völlig mein Fehler“, und bezog sich dabei auf mangelnde Kommunikation mit dem ehemaligen Verbandspräsidenten Gravina.
Mancini führte die Azzurri 2021 zum Titel der Europameisterschaft, schockierte dann die Fans, indem er im August 2023 zurücktrat und zwei Wochen später einen lukrativen Job in Saudi‑Arabien annahm. Sein Weggang hinterließ zu Hause ein Führungsvakuum.
Sein erstes Spiel zurück an der Spitze wird ein Nations‑League‑Duell gegen Belgien am 25. September im Stadio Olimpico in Rom sein. Er räumte ein, dass einige Fans gegen ihn sein werden, und hofft, dass eine starke Leistung Vergebung einbringen wird.
Mancini war die vierte Wahl, nachdem Carlo Ancelotti und Pep Guardiola die Position abgelehnt hatten, und Andrea Pirlo wurde als Kandidat wegen politischer Bedenken hinsichtlich eines Sponsoring‑Deals mit einem russischen Wettunternehmen entfernt. Der Auswahlprozess unterstreicht die Komplexität rund um die neue Trainerernennung.