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Liverpools Sommer hängt am Nachfolger für Salah trotz Hughes’ Rückzugsbehauptung
Liverpools Transferaktivitäten in diesem Sommer werden von der Suche nach Mohamed Salas Nachfolger geprägt, wobei die Pläne des Vereins unverändert bleiben, trotz Berichten über den bevorstehenden Abgang des Sportdirektors Richard Hughes. Innerhalb von Anfield ist die Botschaft klar: „Business as usual“ ist das operative Prinzip, Hughes ist „voll und ganz auf das aktuelle Transferfenster konzentriert“ und hat die Aufgabe, einen Kader aufzubauen, „der in der Lage ist, 2026/27 um Titel zu kämpfen“.
Die Priorität bleibt die Suche nach einem Ersatz für Salah – eine Realität, vor der Liverpool nicht zurückschrecken. Der bisher ambitionierteste Vorstoß galt dem Flügelspieler Yan Diomande von RB Leipzig, doch Liverpools Paket in Höhe von 100 Millionen Euro wurde abgelehnt, nachdem sich herausstellte, dass der ivorische Nationalspieler im Falle eines Abgangs lieber zu den französischen Europameistern von PSG wechseln würde. Die Absage unterstreicht Liverpools Bereitschaft, tief in die Tasche zu greifen, wenn das richtige Ziel zu ihren Bedürfnissen passt.
Weitere Namen stehen nun prominent auf Liverpools Liste. Der französische Nationalspieler Bradley Barcola von PSG wird von Liverpool bewundert, während Yankuba Minteh von Brighton & Hove Albion, Said El Mala vom 1. FC Köln und Matias Fernández-Pardo von Lille als mögliche Alternativen gelten. Die Vielfalt der Profile spiegelt die Komplexität der anstehenden Aufgabe wider.
Der erwartete Wechsel Hughes‘ zu Al Hilal wirft zwar ein zusätzliches Schlaglicht auf die Situation, doch der Verein betont, dass es zu keinerlei operativen Störungen kommt. Führende Persönlichkeiten halten an „Business as usual“ fest und betonen, dass Shortlists erstellt, Hintergrundchecks abgeschlossen und finanzielle Grenzen bereits Monate im Voraus gesetzt wurden. Dennoch bleibt Hughes‘ Rolle bei Vertragsverhandlungen, während seine Zukunft woanders liegt, ein Punkt, der genau beobachtet wird.
Die Abgänge könnten Liverpools Sommer genauso prägen wie die Neuzugänge, wobei die Zukunft von Curtis Jones und Federico Chiesa weiterhin ungewiss ist. Liverpool lehnte ein Angebot von Inter in Höhe von rund 25 Millionen Euro für Jones ab, während der Akademieabsolvent in das letzte Jahr seines Vertrags eintritt. Die Kombination aus einem starken Angebot und dem Vertragsende wirft Fragen über seine zukünftige Rolle unter Trainer Pep Iraola auf.
Chiesas Situation ist einfacher, aber ebenso aufschlussreich. Er wurde mit einer Rückkehr nach Italien in Verbindung gebracht, nachdem er in der letzten Saison kaum Spielzeit erhielt. Wenn die Minuten knapp werden und die Verbindungen zu einem heimischen Verein bestehen bleiben, ist die Richtung meist klar. Liverpool braucht Stürmer, die verfügbar, vertrauenswürdig und taktisch unverzichtbar sind.
Liverpool hat bereits moderate Fortschritte gemacht. Der spanische Flügelspieler Víctor Muñoz, von Osasuna verpflichtet, ist der einzige Neuzugang, der diesen Sommer bisher verkündet wurde, während der französische Verteidiger Jérémy Jacquet nach einer im Januar vereinbarten Ablösesumme von 60 Millionen Pfund seinen Wechsel zu den Reds vollzog. Der Markt wird die Sommerarbeit daran messen, ob Liverpool den richtigen Flügelspieler verpflichten, die Zukunft von Jones und Chiesa klären und ob Hughes‘ Abgang eine Fußnote bleibt oder zur prägenden Nebenhandlung wird.