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Liverpools ruhiger Sommer ist noch kein Grund zur Sorge
Liverpools Transferfenster war in diesem Sommer ungewöhnlich ruhig. Nach Ausgaben von 446 Millionen Pfund im vergangenen Jahr wirkt dieses Fenster fast beunruhigend ruhig.
Bisher wurde nur die Verpflichtung von Victor Munoz vereinbart, während Jeremys Jacquets Wechsel am 1. Juli finalisiert wurde. Bei einem Verein mit einem neuen Cheftrainer wirft das natürlich Fragen auf.
Es gibt jedoch eine einfache Erklärung. Wie berichtet wurde, „gab es bei Liverpool immer die Erkenntnis, dass es dieses Mal unrealistisch war, den Großteil des Geschäfts frühzeitig abzuschließen – wegen der Weltmeisterschaft und Iraolas Bedarf, das Talent zu bewerten, das er geerbt hat.“
Andoni Iraola braucht Zeit, um diese Mannschaft einzuschätzen. Jeder ernsthafte Trainer möchte vor hohen Ausgaben Klarheit haben. Iraola ist gerade erst nach einem chaotischen Ende der vorherigen Ära angekommen und muss genau prüfen, was er übernommen hat. Eindrücke vom Trainingsgelände, Fitnesslevel und taktische Eignung spielen dabei eine Rolle.
Der Faktor Weltmeisterschaft macht alles noch komplizierter. Spieler kehren zu unterschiedlichen Zeiten zurück, die Verfügbarkeit ändert sich schnell, und Verhandlungen können sich hinziehen. Vereine wissen das. Spielervermittler wissen das. Auch die Fans wissen es, auch wenn sie es nicht gerne hören.
Der Druck wird nur steigen. Liverpools Rivalen sind aktiv. Manchester City haben bereits 116 Millionen Pfund für Elliot Anderson ausgegeben, während Tottenham Hotspur Mateus Fernandes und Sandro Tonali verpflichtet haben. Untätigkeit fällt auf, wenn andere aktiv sind.
Hinter den Kulissen herrscht zudem Unsicherheit. Berichte, dass Sportdirektor Richard Hughes voraussichtlich zu Al-Hilal wechseln wird, sind mitten im Transferfenster alles andere als ideal. Stabilität ist im Recruiting entscheidend.
Liverpools Transferfenster hat noch Zeit für Veränderungen. Es ist früh. Das Fenster hat noch einen langen Weg vor sich, und Liverpool brauchen keinen Applaus dafür, als Erste aus den Startlöchern zu kommen. Sie brauchen die richtigen Spieler zu den richtigen Konditionen für einen Trainer, der gerade erst durch die Tür gekommen ist.
Die Fans dürfen unruhig sein. Der Verein hat 2025/26 einen starken Einbruch erlebt, den Cheftrainer gewechselt und wirkt nun nach den hohen Ausgaben vor einem Jahr zurückhaltend. Diese Kombination schafft Unsicherheit. Aber Unsicherheit und Panik sind nicht dasselbe.
Wenn Liverpool Anfang August ohne nennenswerten Fortschritt dastehen, wird die Sorge berechtigter. Im Moment sieht die Lage langsam aus, nicht alarmierend. Ein großer Unterschied.