Bundesliga FRAUEN
Lisa Baum feiert traumhaften Premier-League-Start und ehrt Bruder
Nach ihrem Traum‑Einstand in der Women’s Super League widmete Lisa Baum das Tor ihrem verstorbenen Bruder, ein emotionales Zeichen, das sofort die Aufmerksamkeit der Fans auf sich zog. Die 19‑jährige Fußballerin zeigte damit, dass persönliche Motive genauso stark wie sportliche Ziele sein können.
Hochpreisiger Transfer nach England
Im Sommer wechselte die 19‑jährige Lisa Baum für eine geschätzte Ablösesumme von 600.000 Euro nach England und unterschrieb beim FC Arsenal. (Archivbild) Quelle: Jennifer Brückner/dpa/dpa‑Bilder. Vorlesen Aktuelle Zeit: 0:00 Gesamtdauer: 0:00 1 x Artikel teilen.
Debüt‑Siegtreffer im ersten Premier‑League‑Spiel
Gleich in ihrem ersten Premier‑League‑Spiel erzielte das Top‑Talent Lisa Baum den Siegtreffer, ein Premieren‑Tor, das zum 1:0‑Sieg über Brighton & Hove Albion führte. Dieser Treffer markierte nicht nur den Start einer vielversprechenden Karriere in der Women’s Super League, sondern auch den Beginn einer emotionalen Geschichte.
Auf Instagram schrieb die Fußballerin: "Dieses Tor ist für dich, Dennis" und teilte das des 1:0‑Siegs. Ihre Nachricht erhielt sofort zahlreiche Reaktionen, wobei sie ihre eigene Instagram‑Seite nutzte, um den Verlust zu verarbeiten.
Ihr Bruder war 2022 im Alter von 17 Jahren bei einem Autounfall ums Leben gekommen. "Er war mein Alles. Ihn zu verlieren war das Schlimmste, was mir passiert ist", sagte sie Anfang des Jahres der Welt. Sie trägt während der Spiele ein Tape mit seinem Namen und hat seine Initialen auf ihren Schuhen.
Geboren in Tansania, spielte Lisa Baum bis 2025 beim Hamburger SV in der 2. Bundesliga, bevor sie nach Leipzig wechselte. Dort absolvierte sie 25 Bundesliga‑Partien und erzielte sechs Tore, ihr Vertrag bei den Sachsen lief ursprünglich bis 2028.
Auf internationaler Ebene war die Fußballerin für alle deutschen U‑Auswahlteams im Einsatz, steht jedoch noch nicht im Kader von Bundestrainer Christian Wück. Damit gehört sie zu den teuersten deutschen Fußballerinnen, ein Hinweis auf die wachsende Bedeutung des Frauenfußballs in England und Europa.