WM
Liga-Chef warnt: Infinitanos Ausscheiden deckt tiefere Krise auf
Der Präsident der La Liga, Javier Tebas, forderte öffentlich den Rücktritt des schweizer FIFA‑Chefs Gianni Infantino und argumentierte, dass der jüngste Rückzug des Privatisierungsvorschlags lediglich die Spitze eines Eisbergs tiefer liegender Governance‑Probleme im Zusammenhang mit dem Abschlussdinner der Weltmeisterschaft am 18. Juli 2026 sei.
Gianni Infantino nahm am Abschlussdinner der Weltmeisterschaft am 18. Juli 2026 teil, ein Ereignis, das in einem FIFA‑Foto festgehalten wurde und seitdem zum Symbol der Kontroverse geworden ist. Das Bild wird in Diskussionen über die Governance von FIFA immer wieder zitiert.
Bei derselben Gelegenheit richtete Javier Tebas erneut scharfe Kritik am FIFA‑Präsidenten und bekräftigte seine Forderung nach einem Rücktritt. Seine Äußerungen hoben Bedenken hinsichtlich Transparenz und Entscheidungsfindung innerhalb des globalen Fußballorgans hervor.
Tebas schrieb, dass Infantino nicht weiter voranschreiten dürfe und bemerkte, dass der Rückzug des Privatisierungsvorschlags von FIFA zwar gute Nachrichten sei, es jedoch ein schwerwiegender Fehler wäre, anzunehmen, das Governance‑Problem sei gelöst. Er betonte, dass die Governance‑Krise weit über eine einzelne Politikänderung hinausgehe.
In einem Beitrag auf X warnte Tebas, dass Verbände, Ligen, Verbände und Spieler nicht mit dem Rückzug zufrieden sein und die Sache als erledigt betrachten sollten, und unterstrich, dass das Problem viel tiefer liege. Er forderte alle Fußball‑Stakeholder auf, wachsam zu bleiben und umfassende Reformen zu verlangen.
Er erinnerte die Beteiligten an frühere Skandale und fragte, ob sie die Aufhebung einer roten Karte nach politischer Einflussnahme, das Aussetzen von Strafverfahren in historischen FIFA‑Korruptionsfällen und die skandalösen Ticketpreise der Weltmeisterschaft vergessen hätten. Diese vergangenen Kontroversen, so argumentierte er, beschmutzen weiterhin den Ruf der FIFA.
Tebas verurteilte zudem einseitige Entscheidungen zu internationalen Spieltagen, neuen Wettbewerbsformaten und anderen Maßnahmen, die ohne echten Dialog getroffen wurden, und stellte fest, dass es sich dabei nie nur um einen simplen Vorschlag gehandelt habe. Solche einseitigen Schritte untergraben den kooperativen Geist, der für die Entwicklung des Sports unerlässlich ist.
Abschließend erklärte er, dass Gianni Infantino aus all diesen Gründen nicht an der Spitze der FIFA bleiben dürfe, dass der Fußball neue Richtung benötige und dass das Entfernen eines Vorschlags die umfassenderen Probleme nicht ausräume – es sei nur der sichtbare Teil des Eisbergs. Er forderte eine neue Führung, die die zugrunde liegenden strukturellen Mängel angehe.