Bundesliga
LASK kritisiert arroganten Auftritt in Bundesliga‑Spiel gegen Hartberg, Meister gibt zum zweiten Mal Punkte ab
Im heimischen Stadion von TSV Hartberg traf am Sonntag die Meistermannschaft LASK auf den Tabellenmittelfeldstreiter. Das 3:3‑Ergebnis ließ die Linzer nachdenklich zurück, während Abwehrspieler Andres Andrade den Auftritt als „arrogant“ bezeichnete und damit die Selbstkritik des Teams einläutete.
Frühe Führung und übertriebene Selbstsicherheit
LASK dominierte lange die Partie und ging in der ersten Halbzeit mit 2:0 in Führung. Kapitän Sascha Horvath traf in der siebten Minute, gefolgt von Christoph Lang in der dreißigsten Minute. Trotz dieser komfortablen Führung äußerten die Spieler bereits Bedenken über die offensive Harmlosigkeit des Gegners.
Hartbergs Gegenangriff und Ausgleich
Hartberg-Coach Markus Schopp brachte den TSV-Debütanten Andrija Radulovic ins Spiel, der kurz darauf ein Doppelpack in der 46. und 72. Minute erzielte. Der Ausgleich kam durch Jed Drew, der nach einer Vorlage seines Mitspielers das 3:3 vollendete.
Andres Andrade erhöhte zwischenzeitlich für LASK auf 3:1, doch die defensive Nachlässigkeit ließ den Vorsprung schnell schwinden. Horvath fasste zusammen: „Wir sind an uns selbst gescheitert.“
Selbstkritik der Mannschaftsführung
Trainer Dietmar Kühbauer bestätigte die Kritik und sagte, LASK liege nicht weit vom Ziel entfernt, jedoch sei die Arroganz in dieser Liga bestraft worden. Andrade ergänzte, dass das Team zu weit von den Gegnern entfernt sei und sich die Liga dafür rächte.
Kühbauer wies die Idee mentaler Müdigkeit zurück und betonte, nach zwölf Spielen in 57 Tagen fühle er sich nicht erschöpft. Stattdessen sei der starke Saisonstart mit fünf Siegen hintereinander und dem „Wunder von Linz“ in der Champions‑League‑Quali nun ins Stocken geraten.
Ausblick nach der internationalen Pause
Die bevorstehende Länderspielpause wird von LASK als günstiger Zeitpunkt gesehen, um die Fehler zu analysieren. Andrade blickt optimistisch: „Gut, dass die Pause kommt.“ Anschließend folgt das nächste Top‑Duell gegen Tabellenführer Rapid am 11. Oktober.
Hartberg hingegen feierte nach einem 0:2‑Rückstand ein beeindruckendes Comeback, das die Fans begeisterte und die Mannschaft im Mittelfeld stärkte.