Champions League
Lampard und Terry weinten in der Nacht von Mourinhos Chelsea-Exit
Es war ein Moment, der Frank Lampards Stimme noch Jahrzehnte später stocken lässt. Der Umkleideraum von Chelsea, normalerweise ein Ort für Scherze und Konzentration, wurde still, als José Mourinho hereinkam und seinen Spielern sagte, er sei entlassen worden.
Lampard und John Terry, das Rückgrat von Mourinhos ersten Chelsea titelgewinnenden Mannschaften, haben zum ersten Mal über die rohe Emotion gesprochen, die dem ersten Abschied des portugiesischen Managers von Stamford Bridge im September 2007 folgte. Ihre Erinnerungen bilden einen zentralen Teil der neuen Netflix-Dokumentarserie Mourinho, die untersucht, wie die Beziehung des Trainers zum Besitzer Roman Abramovich zerbrach.
Was Lampard und Terry aus jener Nacht erinnern
Lampard beschrieb die Szene im Umkleideraum als „herzzerreißend“. Er erinnerte sich daran, dass Mourinho eintrat und sagte: „Ich wurde entlassen.“ Die Nachricht traf die Mannschaft wie ein körperlicher Schlag. Terry, der Kapitän, gab zu, dass er die Tränen nicht zurückhalten konnte – etwas, das er als „nicht normal im Umkleideraum, wenn ein Manager geht“ bezeichnete.
Terry ging noch weiter und schwor: „Ich würde dieses Spielfeld für ihn in einem Sarg verlassen“, ein Satz, der die Tiefe der Loyalität, die er gegenüber Mourinho fühlte, unterstreicht. Der Kapitän reflektierte zudem über seine eigene Rolle beim Untergang des Managers und erkannte persönliche Verantwortung für die Trennung an.
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Wie die Abramovich-Mourinho-Spaltung wuchs
Mourinho machte deutlich, dass seine Arbeitsbeziehung zu Abramovich zunehmend angespannt war. Er beschrieb ein „Dreieck“, das ihn, den ehemaligen Geschäftsführer Peter Kenyon und den Besitzer umfasste, und deutete an, dass andere – „ehemalige Spieler, Agenten“ – wüssten, „wo das Geld ist“.
Die Spannung erreichte einen bizarren Höhepunkt, als Abramovich Mourinho bat, nach Sardinien zu reisen, um einer Gruppe von Fremden zu helfen, ein Fußballspiel für seine Boote zu gewinnen. Mourinho lehnte ab und berief sich auf Trainingsverpflichtungen, und Abramovich war Berichten zufolge unzufrieden. Der portugiesische Trainer gab später zu, dass dies einer mehrerer Momente war, die das Vertrauen untergruben.
Von Manchester United zu einer Rückkehr nach Chelsea
Trotz der Feindseligkeit reparierten Mourinho und Abramovich schließlich ihre Beziehung. Jahre später lehnte Mourinho im Jahr 2013 die Chance ab, Sir Alex Ferguson bei Manchester United zu folgen. Er hatte mündlich zugestimmt, die Führung in Old Trafford zu übernehmen, nur um eine dramatische Kehrtwende zu machen und stattdessen nach Stamford Bridge zurückzukehren.