Bundesliga
Kritische Fans und schwacher Trend belasten Rene Wagner Köln-Trainer in der Bundesliga
Der 1. FC Köln geht mit vier Punkten in die Länderspielpause – ein Ergebnis, das zunächst solide klingt, aber von den eigenen Fans deutlich kritischer betrachtet wird. Der Trend ist kein Freund der Geißböcke: In den letzten drei Spielen nur ein Punkt, darunter eine Niederlage gegen den zuvor punktlosen HSV, die sogar zu Pfeifen gegen Trainer Rene Wagner führte.
Fan‑Kritik und ein ungünstiger Trend
Die FC‑Fans reagierten nach der Pleite gegen den HSV mit lauten Pfeifen, die unter anderem an Rene Wagner gerichtet waren. Wagner übernimmt das Amt seit dem Endspurt der Vorsaison, als er Lukas Kwasniok ablöste, und steht seitdem unter schwerem Druck. Trainerlegende Friedhelm Funkel verteidigte den jungen Kollegen und sagte, er habe keine Erklärung dafür, warum Wagner bei den Fans so stark kritisiert wird.
Funkel, 72 Jahre alt, betonte, dass man in Köln bislang zufrieden sein könne, weil er die beiden Heimspiele gegen Hoffenheim und Bremen gesehen habe. Er hob hervor, dass in beiden Begegnungen jeweils eine gute Halbzeit zu beobachten war.
Statistiken und bevorstehende Aufgaben
Seit Wagner das Traineramt übernommen hat, holte er in elf Spielen nur zehn Punkte – ein deutlich schlechter Schnitt. Nur die Krisenklubs Borussia Mönchengladbach und Union Berlin haben in diesem Zeitraum weniger Punkte gesammelt. Defensiv muss Wagner besonders arbeiten: 25 Gegentore in elf Spielen sind zu viele.
Die aktuelle Tabelle berücksichtigt nur 15 Teams, da Auf‑ und Absteiger nicht einbezogen wurden. Nach der Länderspielpause stehen für Köln Begegnungen gegen Borussia Mönchengladbach, Eintracht Frankfurt, Schalke 04 und Union Berlin an – im DFB‑Pokal und in der Bundesliga. Von diesen fünf Spielen sollten idealerweise drei gewonnen werden, sonst könnte die Trainerfrage nicht nur auf der Tribüne, sondern auch im Geißbockheim laut werden.