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Krieg im Sturm: Undav ringt mit Formkrise nach 0:1 gegen Dortmund

🇩🇪 Von 4AllFootball ·
Krieg im Sturm: Undav ringt mit Formkrise nach 0:1 gegen Dortmund

Deniz Undav bezeichnet seine aktuelle Formkrise als einen Krieg, nachdem er beim 0:1 des VfB Stuttgart gegen Borussia Dortmund kaum Einfluss zeigen konnte. Nach 63 Minuten Spielzeit verließ er das Feld, während seine Statistiken alarmierend bleiben. Er musste sich danach den Frust von der Seele reden, um die Situation zu verarbeiten.

Undav schüttelte den Kopf, als sein Einsatz nach 63 Minuten beendet war. Er ging langsam zur Bank, klatschte kurz mit Dzenan Pejcinovic und folgte anschließend Sebastian Hoeneß zum Seitenbereich. Die kurzen Gesten spiegelten seine Unzufriedenheit wider. Seine Körpersprache zeigte, dass er die Verantwortung für das Ergebnis spürte.

Ein kurzer Blick zum Trainer blieb unbeantwortet, weil Sebastian Hoeneß gerade Anweisungen aufs Spielfeld rief. Undav ließ die Schultern nach vorne sinken, nahm eine Trinkflasche und setzte sich auf die Ersatzbank. Dort beobachtete er das weitere Geschehen, ohne aktiv eingreifen zu können.

Statistiken und Niederlage

Nur wenige Minuten später erzielte Borussia Dortmund den einzigen Treffer nach einer Kombination von Nico Schlotterbeck, Jobe Bellingham, Konstantinos Karetsas, erneut Bellingham und Maximilian Beier. Das Ergebnis brachte VfB Stuttgart die dritte Niederlage im vierten Bundesligaspiel der Saison. Undav bleibt mit null Saisontoren, null Vorlagen, 0,5 Schüssen und 24,8 Ballberührungen pro Spiel statistisch zurück.

In einer Sky-Analyse sprach Undav offen über seine Frustration. „Ich habe das Gefühl, ich bin zu weit hinten auf dem Platz. Ich bin zu weit hinten, muss dann 40 Meter nach vorne rennen und dort bekomme ich keine Bälle. Ich hatte in vier Spielen erst zwei Chancen“, erklärte er. Er erinnerte sich zudem daran, dass er in der vergangenen Saison eher die Linie gehalten habe.

Instinkt, Vergangenheit und Kritik

Trotz der schwachen Saisonleistung kritisierte Undav nicht Trainer Sebastian Hoeneß, der seine Position unverändert ließ und keine zusätzlichen Forderungen stellte. Hoeneß betonte, dass die Möglichkeiten für Undav begrenzt seien und er weiterhin auf das Instinktspiel des Stürmers vertraue.

Frühere Jugendtrainer beschrieben Undav als brutalen Instinktfußballer, der keine vorgezeichneten Laufwege benötige. Während der WM erzielte er nach den Gruppenspielen gegen Curacao und die Elfenbeinküste drei Tore und eine Vorlage, was ihm kurzzeitig nationale Aufmerksamkeit einbrachte. Seine Karriere begann vor sechs Jahren in der dritten Liga, damals verdiente er 100 Euro im Monat, trainierte 17 Stunden täglich und pendelte 40 Minuten zur Arbeit. Kürzlich erinnerte er sich an Julian Nagelsmanns Kritik nach dem Ausscheiden: „Da chippt der Deniz den Ball auf den zweiten Pfosten“, und gab zu, dass er den Satz den ganzen Sommer über beschäftigte.

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