Eredivisie
Kovac senkt Verletzungen um rund sechzig Prozent – BVB profitiert von neuen Präventionsmethoden
Während die Gerüchte um Ex‑Dortmunder Jadon Sancho und den ehemaligen BVB‑Profis Anselmino die Fangstimmung befeuern, sorgt Trainer Niko Kovac für messbare Fortschritte im Gesundheitsbereich der Borussia Dortmund. Seit seinem Amtsantritt im Februar 2025 sind die Verletzungsfälle um rund 60 Prozent gesunken – ein Ergebnis, das laut intern gefeiert wird.
Präventionsmethoden im Fokus
Kovac setzt auf ein umfassendes Präventionsprogramm. Spieler führen regelmäßige Speichel‑ und Händedrucktests durch, ergänzend werden Blutuntersuchungen, Herzfrequenzmessungen sowie detaillierte Fragebögen zu Ernährung und Schlaf ausgewertet. Der Athletik‑Staff erstellt daraus ein Gesamtbild, das gemeinsam mit dem Chefcoach die Trainingsbelastung steuert.
Einfluss auf die Kaderplanung
Die verbesserte Fitness hat unmittelbare Konsequenzen für die Kaderwahl. Samuele Inacio, ein 18‑jähriger BVB‑Talent, wurde trotz Aufnahme in das 34‑köpfige Aufgebot von Italien für das Nations‑League‑Duell gegen Belgien nicht in den endgültigen 23‑Mann‑Kader berufen. Inacio, der im Juni sein Länderspiel‑Debüt gefeiert hatte, erhielt nur drei Minuten Einsatzzeit im Saisonauftakt gegen den HSV, sah danach die Rote Karte und musste zwei Spiele aussetzen.
Joey Veerman, der im Sommer von PSV Eindhoven zu Dortmund wechselte, bestätigt, dass die neue Belastungssteuerung ihm geholfen habe, sich schnell anzupassen. Der 27‑jährige Mittelfeldspieler betont, dass die wöchentliche Forderung nach Spitzenspielen in der Bundesliga eine höhere Konstanz erfordere als in der Eredivisie, doch er habe bereits alle Zweikämpfe gegen den VfB Stuttgart gewonnen.
Gerüchte und Ausblicke
Abseits der medizinischen Erfolge kursieren Gerüchte über einen möglichen Abgang von Jadon Sancho, der angeblich einen „bitteren Korb“ kassiert habe, sowie über Anselmino, der laut Berichten noch immer im „Teufelskreis“ feststecke. Bisher gibt es jedoch keine offiziellen Bestätigungen.
Der aktuelle Spielplan zeigt, dass Borussia Dortmund am Freitag, dem 9. Oktober, zu Hause gegen Werder Bremen antritt, bevor das Team am Mittwoch, dem 14. Oktober, in der Champions‑League auf FC Bodø/Glimt trifft. Weitere Bundesligabegegnungen folgen am 17. Oktober gegen Union Berlin und am 20. Oktober im Champions‑League‑Duell gegen Sabah FK.