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Kompanys Kollaps schützt Trainer vor Überlastung im Profifußball

🇩🇪 Von 4AllFootball ·
Kompanys Kollaps schützt Trainer vor Überlastung im Profifußball

Auf dem Trainingsgelände des FC Bayern kollabierte am Freitag der Cheftrainer, während im Hintergrund die Nachricht von Vincent Kompanys Zusammenbruch die Fußballwelt erschütterte. Der Belgier benötigt mehrere Wochen Erholung, nachdem er plötzlich zusammenbrach. Im Profifußball wird täglich der Puls der Spieler gemessen und die Fitness streng kontrolliert.

Gesundheitsmonitoring im Profifußball

Die tägliche Puls‑Kontrolle ist für Spieler Standard, doch die Belastungssteuerung wird zunehmend auch auf die Coaches ausgeweitet. Sobald namhafte Spieler auf der Ersatzbank landen, wird die sogenannte „Belastungssteuerung“ als Grund genannt, um die Kraft zu schonen.

Top‑Spieler können bis zu 80 Spiele pro Jahr absolvieren, ein Pensum, das intensive medizinische Begleitung erfordert. Medizinische Abteilungen werten die gesammelten Daten aus, berechnen Verletzungswahrscheinlichkeiten und passen Schlaf‑ sowie Ernährungspläne an.

Damit soll nicht nur die Leistungsfähigkeit der Spielern erhalten bleiben, sondern auch die langfristige Gesundheit im Fokus stehen.

Coach‑Überlastung und mögliche Lösungen

Dortmunder Chefcoach Niko Kovač fragt nach Kompanys Kollaps: „Wer passt schon auf den Trainer auf, wenn der Trainer nicht allein oder die Familie auf sich aufpasst?“ Er betont damit die bislang fehlende Kultur, die Trainer selbst zu schützen.

Der Münchner Chefcoach kollabierte ebenfalls am Freitag auf dem Trainingsgelände, liegt im Krankenhaus und wird voraussichtlich mehrere Wochen fehlen. Sein Zusammenbruch verdeutlicht, dass auch Coaches einer hohen physischen Belastung ausgesetzt sind.

Insider aus Freiburg sehen im Rücktritt von Christian Streich ein Akt des Selbstschutzes. Jürgen Klopp, der am Ende seiner Zeit bei Liverpool erklärte, er funktioniere „wie ein Rennwagen“, bemerkte, dass nur er selbst die sinkende Tankanzeige sehe.

Trainer stehen täglich mit Medizinern in Kontakt und kommunizieren mit den Vereinsleitungen, doch es fehlt an einer strukturierten Betreuung für die Coaches, die 13‑Stunden‑Tage und ständige öffentliche Präsenz bewältigen müssen.

Ein möglicher Ansatz wäre, einem Chefcoach vor einem Notfall eine Woche Extraurlaub zu gewähren, selbst während einer intensiven Spielphase. Die heutigen Trainerteams sind groß genug, um beispielsweise Spiele in Augsburg und Stavanger ohne den Chef zu managen.

Ein stärkeres Augenmerk auf die Belastung der Coaches könnte langfristig die Leistungsfähigkeit ganzer Vereine sichern und ein neues Bewusstsein für die Gesundheit im Fußball schaffen.

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