Kompany bremst Euphorie um Tom Bischof – mehr Spielzeit bleibt ungewiss
Auf einer Pressekonferenz in München betonte Trainer Vincent Kompany, dass Tom Bischof trotz überzeugender Einsätze für die deutsche Nationalmannschaft, darunter ein Tor gegen Serbien, weiterhin nur als zweite Option bei FC Bayern München gilt, weil das Team keinen Ersatz für Leon Goretzka verpflichtet hat.
Bayern vertraut auf Bischofs Potenzial
FC Bayern München hat im Sommer keinen Ersatz für Leon Goretzka verpflichtet. Laut Klubleitung liegt diese Entscheidung am großen Potenzial von Tom Bischof, dem 21‑jährigen Mittelfeldspieler. Der Klub vertraut darauf, dass Bischof intern die Lücke schließen kann.
In seiner ersten Saison bei den Bayern sammelte Bischof regelmäßig Einsatzminuten, obwohl er nicht dauerhaft im Startelf‑Kader stand. Für das zweite Jahr wird erwartet, dass er die nächsten Entwicklungsschritte macht und stärker in die Spielgestaltung eingebunden wird. Der Trainer sieht in ihm ein langfristiges Projekt.
Nationalteam stärkt das Profil
Jürgen Klopp nominierte den 21‑jährigen Bischof für die deutschen Länderspiele gegen Serbien und Griechenland. In beiden Begegnungen startete er in der Startelf und zeigte überzeugende Leistungen. Die Begegnung gegen Serbien endete mit einem 2:0‑Sieg.
Im Spiel gegen Serbien erzielte Bischof sein erstes Länderspieltor, ein persönlicher Meilenstein. Das zweite Spiel gegen Griechenland endete torlos (0:0). Diese Auftritte haben seine Reputation auf internationaler Ebene gestärkt.
Begrenzte Einsatzmöglichkeiten im Mittelfeld
Da Joshua Kimmich und Aleksandar Pavlovic auf der Doppelsechs des Rekordmeisters gesetzt sind, durfte Bischof in dieser Saison nur zwei Startelf‑ und vier Joker‑Einsätze sammeln. Es sieht nacherst nicht nach einer Veränderung aus.
Kompany hält an Zweitwahl fest
„Wir haben bisher erst sechs Spiele bestritten. Die Nationalmannschaft spielt in meiner Entscheidung über die Startelf keine Rolle. Ich freue mich absolut, wenn die Spieler positiv zurückkommen. Aber wenn das nicht der Fall ist, können sie es dort und dann hinter sich lassen“, sagte Vincent Kompany auf der Pressekonferenz.
„Ich habe nicht vergessen, wie unsere letzten paar Vereinsspiele gelaufen sind, und nicht vergessen, wer gegen Union Berlin, Bodö, Dortmund im Super Cup und gegen Stuttgart gut gespielt hat. Das berücksichtige ich“, versicherte er und deutete an, dass Bischof weiterhin die zweite Wahl bleibt.
Ausblick: Spielpraxis trotz Engpass
Aufgrund des vollen Kalenders in den kommenden Wochen scheint es nahezu sicher, dass Bischof weiterhin regelmäßig Chancen bekommt, sich dem Trainer zu präsentieren. Bis zur nächsten Länderspielpause im November erwarten die Münchner vier englische Wochen am Stück. Damit bleibt die Möglichkeit, seine Rolle im Team zu festigen.