Klopps No-Names setzen überraschende Akzente im DFB‑Kader
Jürgen Klopp hat bei der Zusammenstellung des DFB‑Kaders seine innovative Seite gezeigt: Der neue Bundestrainer berücksichtigte 44 Spieler, die planmäßig jeweils nur zwei von vier Partien bestreiten sollen, und gibt damit vielen No‑Names eine echte Chance auf ihr erstes A‑Länderspiel.
Die enorme Größe des Gesamtaufgebots macht Überraschungen unvermeidlich; mehrere Namen sind selbst für eingefleischte Fans kaum geläufig. Alex Grimm/GettyImages dokumentiert, wie die Auswahl von 44 Spielern zu einer Flut von No‑Names führt, die nun um ihr Debüt kämpfen.
Klopp plant, dass jeder der 44 Kaderteilnehmer in genau zwei der vier vorgesehenen Länderspiele zum Einsatz kommt. Dieses Rotationsprinzip soll einerseits die Belastung reduzieren und andererseits möglichst vielen Spielern die Chance geben, sich zu beweisen.
Philipp Treu – Freiburger Rechtsverteidiger im Fokus
Philipp Treu, 25, ist ein späte(r) Einstieg ins Profifußballgeschehen; er hat erst in der Saison 2024/25 mit dem FC St. Pauli erstmals Bundesliga‑Luft geschnuppert. In der vorherigen Spielzeit fiel er vor allem in der Europa League auf, wo er als rechtsseitiger Verteidiger durch Laufstärke und Passsicherheit überzeugte. Trotz seiner soliden Defensivarbeit bleibt das Torpotenzial noch ausbaufähig.
Yannik Engelhardt und Hennes Behrens im Fokus
Yannik Engelhardt, ebenfalls 25, wechselte im Sommer von Como 1907 nach Freiburg, nachdem er als Leihspieler von Borussia Mönchengladbach bereits als Lichtblick galt. In den ersten drei Bundesligaspielen traf er bereits zweimal und besticht durch Lauf- und Zweikampfstärke sowie durch seine mentalen Qualitäten, die im deutschen Fußball selten sind.
Hennes Behrens, 21, war bis zur Winterpause der vergangenen Saison kaum jemandem bekannt und kam hauptsächlich für Hoffenheim II in der 3. Liga zum Einsatz. Nach einer Leihe zu Heidenheim, wo er trotz des Abstiegs des Klubs auffiel, wechselte er zum FC Augsburg und sicherte sich dort sofort einen Stammplatz. Der nahezu beidfüßige Außenverteidiger kann auch rechtsverteidigen und bietet damit zusätzliche Optionen für die Nationalmannschaft.
Die Auswahl von Klopps No‑Names verdeutlicht, dass der Bundestrainer bereit ist, unbekannten Talenten eine echte Chance zu geben, während die Größe des Kaders die Möglichkeit eröffnet, dass mehrere Spieler ihr erstes A‑Länderspiel absolvieren.