Klopps 44‑Mann‑Kader verwirrt Ex‑Bayern‑Spieler Andreas Herzog
Jürgen Klopp hat für seine ersten vier Nations‑League‑Spiele als Bundestrainer einen 44‑Mann‑Kader vorgestellt, aufgeteilt auf zwei Aufgebote, was bei dem ehemaligen Österreich‑Nationalspieler und Ex‑Bayern‑Mittelfeldspieler Andreas Herzog für Verwunderung sorgte. Er bezeichnete die Zahl als „heftige Zahl“ und verglich Klopps Vorgehen mit einer Castingshow.
Ungewöhnliche Kadergröße
Der 44‑Mann‑Kader ist in der DFB‑Geschichte ungewöhnlich groß; normalerweise werden nur 23 Spieler nominiert. Klopp erklärte, dass die hohe Belastung der Profis und der Wunsch, möglichst viele Spieler kennenzulernen, die Entscheidung begründen. Die 44 Spieler werden in zwei Aufgebote für jeweils zwei Nations‑League‑Partien aufgeteilt.
Herzogs kritische Sicht
Österreichs ehemaliger Nationalspieler Andreas Herzog zeigte sich überrascht und nannte das Aufgebot eine „heftige Zahl“. „Er wird einen klaren Plan davon haben, was er von den einzelnen Spielern sehen will“, sagte Herzog bei Sky Austria. Er fügte hinzu, dass Klopps Vorgehen an die Castingshow „Deutschland sucht den Superstar“ erinnere und bezeichnete es als „Kloppo sucht den Wunderwuzzi für die nächste WM“. Herzog, der 103 Länderspiele für Österreich bestritt, spielte in der Bundesliga unter anderem für Werder Bremen und den FC Bayern.
Das XXL‑Aufgebot hat auch in anderen Ländern Aufmerksamkeit erregt, etwa in England. Die Auswahl muss sich am 24. September erstmals im Härtetest in den Niederlanden beweisen.
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Klopp zum Nationalstolz
In seiner Pressekonferenz sprach Klopp gegen die extreme Rechte und betonte: „Ich will das nationale Stolz nicht in die Hände falscher Personen legen.“ Er erklärte weiter, dass er die deutsche Flagge zurückgewinnen wolle, damit niemand beim Hissen etwas Negatives assoziiere. Klopp fügte hinzu, dass er stolz sei, Deutscher zu sein, und gleichzeitig offen, vielfältig, freundlich und nahbleibend bleibe.
Sportlich erklärte Klopp, dass er möglichst viele Spieler kennenlernen wolle. Florian Wirtz und Kai Havertz erhalten nur begrenzte Minuten, während Karim Adeyemi nach elf Monaten zurückkehrt. Marc‑André ter Stegen bleibt nach der internationalen Pensionierung von Manuel Neuer die Stammtorwart‑Option.
Mit dem ungewöhnlich großen Kader setzt Klopp ein Zeichen für Transparenz und Auswahlbreite, das sowohl in Österreich als auch international für Diskussionen sorgt.