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Klopp wirft DFB-Leaks harte Worte entgegen – „Ein bisschen arm“

🇩🇪 Von 4AllFootball ·
Klopp wirft DFB-Leaks harte Worte entgegen – „Ein bisschen arm“

Im prunkvollen Saal des DFB‑Zentrums steht Jürgen Klopp, 59‑jähriger Mann, am Rednerpult und blickt auf die versammelten Journalisten. Er präsentiert erstmals als Bundestrainer seinen ersten Kader für die deutsche Nationalmannschaft und nutzt die Pressekonferenz, um die zahlreichen Leaks rund um die Nominierungen zu kritisieren.

Klare Ansage gegen vorzeitige Meldungen

Klopp beginnt mit Humor und sagt: „Ihr wisst zwar praktisch schon alles“. Für einen noch unbekannten Namen bietet er sogar scherzhaft seine Kappe als Gewinn an. Kurz darauf wird sein Ton ernst: „Völlig wurscht, ob das frühzeitig rauskommt. Ich habe damit gar kein Problem.“

Er verurteilt die Praxis, Dinge früher zu veröffentlichen, als man sie eigentlich wissen müsste, und bezeichnet sie als „ein bisschen arm“, um damit den Lebensunterhalt zu verdienen. Dabei richtet er seine Worte besonders an die Verantwortlichen, die für die Leaks verantwortlich seien.

Der neue Kader und die anstehenden Spiele

Der Bundestrainer hat insgesamt 44 Spieler nominiert, auf zwei 22‑Mann‑Aufgebote verteilt, die jeweils zwei der vier Länderspiele in knapp zwei Wochen bestreiten sollen. Als Beispiel nennt er Felix Keidel von der SV Elversberg, mit dem er nach der vorzeitigen Bekanntgabe seiner Nominierung gesprochen hatte. Klopp betont, dass gerade junge Profis einen verantwortungsvollen Umgang mit der Berichterstattung verdienen.

Sein offizielles Debüt an der Seitenlinie findet am 24. September in Amsterdam gegen die Niederlande statt, gefolgt von zwei Begegnungen mit Griechenland und einem Heimspiel gegen Serbien. Einige Spieler sollen über den gesamten Zeitraum beim DFB‑Team bleiben.

Fans, insbesondere des FC Schalke, hofften, dass Soufiane El‑Faouzi ebenfalls eine Einladung erhalten würde. Auf Klopps Liste fehlt jedoch der Mittelfeldmotor. El‑Faouzi, geboren in Siegen und im Besitz einer marokkanischen Staatsbürgerschaft, hat im Mai bereits ein Freundschaftsspiel für Marokko gegen Burundi bestritten. Sollte er nun bei den bevorstehenden Pflichtspielen für Marokko eingesetzt werden, wäre die Tür zum DFB dauerhaft geschlossen.

Der Schalke‑Stürmer hat seit seinem Wechsel zu S04 eine sensationelle Entwicklung gezeigt und könnte in der Marokko‑Nationalmannschaft mehr Einsatzzeit erhalten, da die Konkurrenz im zentralen Mittelfeld dort geringer ist. Im DFB‑Aufgebot konkurriert er hingegen mit Joshua Kimmich, Aleksandar Pavlovic, Felix Nmecha, Angelo Stiller und Tom Bischof.

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