Klopp will XXL‑Kader mit dreißig Spielern für September‑Länderspiele
Im DFB‑Zentrum in Frankfurt steht Jürgen Klopp bereit, am 17. September zum ersten Mal als neuer Bundestrainer sein Aufgebot für die anstehenden Länderspiele zu präsentieren. Er erwägt ein extrem großes Aufgebot – möglicherweise bis zu dreißig Spieler – um die Belastungen der vier Spiele zu verteilen.
Präsentation und erste Ankündigung
Nach Informationen der Deutschen Presse‑Agentur wird das Kader am Donnerstag um zehn Uhr in der DFB‑Zentrale vorgestellt. Der frühere Dortmunder Trainer hatte diesen Plan bereits Ende Juli bei seiner Vorstellung als DFB‑Chefcoach angedeutet. Damit soll er in seiner Premiere als Bundestrainer möglichst viele Profis in Augenschein nehmen.
Uefa‑Regeln und mögliche Spielerzahl
Die Uefa sieht für Nations‑League‑Spiele ein Aufgebot von dreiundzwanzig Akteuren vor, davon drei Torhüter. Im Gegensatz dazu durften bei WM und EM bis zu sechsundzwanzig Spieler nominiert werden. Klopp könnte jedoch deutlich mehr als die von der Uefa vorgesehenen dreiundzwanzig Akteure berufen – denkbar sind bis zu dreißig Spieler.
Begründungen und Rotationsplan
Ein Grund für das XXL‑Kader‑Konzept ist das historisch lange Länderspielfenster, das eine Überbelastung der Spieler vermeiden soll. Klopp spricht von einem Rotationsverfahren, das beispielsweise Bayern‑München‑Stürmer Jamal Musiala oder Borussia‑Dortmund‑Verteidiger Nico Schlotterbeck zugutekommen könnte. So sollen Belastungen in den vier Spielen gleichmäßig verteilt werden.
Termine der Nations‑League‑Spiele
Die anstehenden Spiele finden in den Niederlanden am 24. September, gegen Griechenland am 27. September, gegen Serbien am 1. Oktober und in Griechenland am 4. Oktober statt. Für jedes Spiel muss Klopp bis spätestens 23.59 Uhr am Vortag den genauen Spieltagskader von dreiundzwanzig Akteuren festlegen.
Mit einem XXL‑Kader könnte Klopp zudem mehrere Debütanten in die Nationalmannschaft holen. Bei seiner Präsentation sprach er bereits von siebenundfünfzig Feldspielern, die als mögliche Kandidaten auf einer ersten Liste stehen, um einen breiten Eindruck über das Potenzial für den Neustart der DFB‑Elf zu erhalten.