Klopp umgeht Urbig bei Kapitänfrage für Serbien‑Match in München
Jürgen Klopp bleibt am Vorabend des Nations‑League‑Duells gegen Serbien in München vage, wenn es um den Kapitän geht: Er erwähnt Jonas Urbig nur als Scherz, während er betont, dass der Spieler mit den meisten Länderspielen das Feld leitet und dass er diese Praxis seine ganze Karriere lang verfolgt habe.
Kapitänregel und erfahrene Spieler
Der Bundestrainer erklärte: "Die Mannschaft wird von dem Spieler aufs Feld geführt, der die meisten Länderspiele hat", und fügte hinzu: "Wenn der Spielerrat nicht auf dem Platz war, hat der mit den meisten Spielen die Binde getragen." Damit stellt er klar, dass die Kapitänswahl an den Caps orientiert ist.
Nach der Abreise des Großteils von "Kader eins" um den regulären Kapitän Joshua Kimmich, der nur in den ersten beiden Begegnungen gegen die Niederlande (1:1) und Griechenland (0:1) im Kader stand, ist Serge Gnabry mit 61 Länderspielen der Kandidat mit den meisten Einsätzen. Hinter ihm folgen Florian Wirtz mit 46 Einsätzen und David Raum mit 39.
Potenzielle Neulinge und taktische Optionen
Wer könnte gegen Serbien noch debütieren? Verteidiger Finn Jeltsch als Schlotterbeck‑Ersatz, Mittelfeldmann Vitaly Janelt (FC Brentford) und der Kölner Jungstar Said El Mala haben die Chance, ihr erstes Länderspiel zu absolvieren; insgesamt stehen neun Akteure ohne Länderspiel‑Einsatz im Kader.
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Vor Urbig werden vor allem bewährte Kräfte erwartet: Ridle Baku und David Raum auf den Flügeln sowie Waldemar Anton im Zentrum. Sollte Klopp sich für Jeltsch entscheiden, müsste er Malick Thiaw einbeziehen.
Im 4‑3‑4‑System wird Vitaly Janelt voraussichtlich den Platz des abgereisten Kapitäns Joshua Kimmich in der Sechs übernehmen. Auf den offensiveren Mittelfeldpositionen rechnet Klopp mit Aleksandar Pavlovic, in München geboren, und Florian Wirtz.
Junge Flügelspieler Lennart Karl und Said El Mala dürften die Außenbahnen besetzen, während Jonathan Burkardt als Stoßstürmer in Betracht kommt, nachdem er gegen Griechenland eingewechselt wurde. Nick Woltemade steht als Alternative bereit.
Der Kontrast zwischen der klaren Regel für den Kapitän und den vielen ungeklärten Aufstellungen zeigt, dass Klopp sowohl Erfahrung honoriert als auch jungen Talenten Raum gibt, während er die endgültige Entscheidung bis zum Spieltag offen lässt.