Klopp stellt radikale 44‑Mann‑Kader‑Strategie für Nations League vor
Im Hintergrund des Bundesadlers, während Kameras das Podium erhellen, steht Jürgen Klopp und verkündet sein erstes Kader‑Aufgebot. 44 Spieler sollen in den kommenden Nations‑League‑Terminen für Deutschland antreten – ein radikaler Schritt, der sofort für Aufsehen sorgt.
Zwei Kader für vier Nations‑League‑Spiele
Das erste Aufgebot reicht für vier Mannschaften und umfasst 44 Spieler, von denen bis zu 16 ihr Debüt geben könnten. Für Fanliebling Deniz Undav und das ewige Talent Leroy Sané (kurz: San) gibt es keinen Platz mehr, obwohl beide lange auf den internationalen Auftritt hofften. Klopp betont, dass die Entscheidung Teil einer radikalen Erneuerung sei, bei der frische Gesichter Vorrang erhalten.
Neu im Kader sind unter anderem Hennes Behrens vom FC Augsburg, Max Rosenfelder aus Freiburg und Philipp Treu. Weitere Neuzugänge sind Yannik Engelhardt, Derry Scherhant, Bambasé Conté von TSG Hoffenheim und Younes Ebnoutalib von Eintracht Frankfurt. Aus der Bundesliga kommen Finn Jeltsch (VfB Stuttgart) und Felix Keidel vom Elversberg, während Vitaly Janelt von FC Brentford und Mika Baur von Celtic Glasgow die Auslandsliga vertreten.
Klopp verzichtet zudem auf Oliver Baumann, den verletzten Leon Goretzka, Pascal Groß, den angeschlagenen Angelo Stiller und Jamie Leweling. Nach dem schwachen Abschneiden bei der WM haben Manuel Neuer und Antonio Rüdiger ihre Nationalmannschaftskarriere beendet. Dennoch stehen fünf Torhüter im Kader, darunter Marc‑André ter Stegen, der nach 15 Monaten wieder als mögliche Nummer 1 gilt.
Kandidaten So: Bayern plant Zeit nach Manuel Neuer und elf Torhüter
Von den 26 WM‑Teilnehmern bleiben noch 15 im neuen Aufgebot, angeführt vom Kapitän Joshua Kimmich. Kimmich wird zusammen mit Kai Havertz, Jamal Musiala und weiteren Stammspielern die erste Spielphase leiten.
Job‑Sharing‑Modell und Spielplan
Klopp plant ein Job‑Sharing‑Modell, bei dem nach der zweiten Partie ein Teil der Spieler ausgereist und neue hinzugerückt werden. Der vermeintliche Stammkader eins mit ter Stegen, dem genesenen Nico Schlotterbeck, Serge Gnabry, Lennart Karl, Jamal Musiala, Kimmich und Havertz bestreitet die Duelle gegen die Niederlande in Amsterdam am 24. September und drei Tage später gegen Griechenland in Augsburg. Kader zwei, umrahmt von Florian Wirtz, Said El Mala und Nick Woltemade, übernimmt die Spiele gegen Serbien in München am 1. Oktober und drei Tage darauf gegen Griechenland in Thessaloniki.
Fans können das komplette Aufgebot und die Spieltermine bequem über die offizielle App abrufen, die speziell für die aktuelle Umstellung entwickelt wurde. Mit 44 Spielern, 16 potenziellen Debütanten und einem rotierenden Kader setzt Klopp ein deutliches Zeichen für eine neue Ära im deutschen Fußball.
Die radikale Erneuerung dürfte nicht nur frischen Schwung in die Nationalelf bringen, sondern auch langfristig das Fundament für kommende Turniere stärken.