Klopp schneidet alte Zöpfe und startet Aufbruch nach Serbien-Sieg
Ein knallharter Schnitt markiert Jürgen Klopp’s ersten Triumph mit dem DFB-Team: Im dritten Länderspiel gegen Serbien erzielte die deutsche Nationalmannschaft ihr erste Sieg unter dem neuen Bundestrainer, ein überzeugendes 2:0, das den Beginn einer neuen, aggressiven Spielphilosophie signalisiert und gibt Hoffnung auf weitere Erfolge.
Bereits vor den ersten vier Spielen hatte das Projekt „The National One“ für Aufbruchsstimmung gesorgt. Die Idee war, der deutschen Nationalmannschaft ein frisches, modernes Gesicht zu geben. Klopp setzte dabei auf sein typisches „Heavy‑Metal‑Fußball“ mit hohem Gegenpressing, um jeden Gegner zu bezwingen. Das von Alexander Hassenstein/GettyImages fängt die Begeisterung ein.
Der neue Stil soll nicht nur taktisch, sondern auch emotional die Fans mitreißen. Durch intensives Pressing sollen müde Ballgeschiebe und unmotivierte Spieler der Vergangenheit angehören. Das 2:0 gegen Serbien verdeutlicht, dass diese Philosophie bereits Wirkung zeigt.
Alte Zöpfe abschneiden
Mit 59 Jahren erkennt Klopp, dass im Kader noch „alte Zöpfe“ wachsen. Der Sieg über Serbien hat deutlich gemacht, dass ein radikaler Personalwechsel nötig ist. So soll er künftig Spieler, die nicht mehr überzeugen, aus dem Stammplan streichen.
Seine erste Nominierung umfasste ungewöhnliche 44 Akteure, verteilt auf zwei Kader. Damit hat Klopp bereits den ersten Schritt zur Neustrukturierung gemacht. Weitere Änderungen sollen in den kommenden Spielen folgen.
Wer muss gehen
Wir blicken auf sechs Spieler, die Klopp nicht mehr als Stammspieler einplanen sollte. Für vier von ihnen soll die DFB‑Karriere komplett beendet werden. Diese Entscheidung soll das Team langfristig stärken.
Josha Vagnoman, 25, konnte im DFB‑Trikot bislang nicht überzeugen. In seinen drei A‑Länderspielen hat er keine ausreichende Klasse gezeigt, um die Schwachstelle in der Rechtsverteidigung zu beheben. Deshalb sollte Klopp künftig komplett auf ihn verzichten.
Auch Joshua Kimmich, bislang häufig als Rechtsverteidiger eingesetzt, gilt nicht mehr als optimale Wahl. Klopp plant, Kimmich künftig nicht mehr in dieser Position zu nutzen. Stattdessen bietet Philipp Treu, der in seinen ersten beiden Länderspielen überzeugte, eine mögliche Lösung.