JUGEND
Klopp prüft Tresoldi, Pejcinovic und Brunner im kampf um U‑Nationalspieler
Während Jürgen Klopp im neuen DFB‑Team der Zukunft nach den nächsten Torjägern sucht, stehen Nicolo Tresoldi, Dzenan Pejcinovic und Paris Brunner im Zentrum eines intensiven Tauziehens um ihre internationale Zukunft. Der 22‑jährige Tresoldi, der am Mittwochabend sein erstes Spiel als Kapitän der deutschen U21 leitete, zeigte sofort, warum er im Gespräch ist.
Ein Triple‑Torschütze begeistert beim EM‑Qualifikationsspiel
Im 26. Einsatz für die deutsche U21 erzielte Tresoldi ein Dreierpack (Nummern 14, 15 und 16) gegen Malta und überholte damit Mike Hanke, Lewis Holtby und Benjamin Auer in der ewigen Bestenliste. Mit dem 4:1‑Sieg sicherte die Mannschaft die direkte EM‑Qualifikation und ließ das Team weiter in der eigenen Hand.
„War kein schlechtes Debüt, oder?“, scherzte Tresoldi nach dem Spiel, während er von seinem Ziel sprach, noch zwei weitere Tore zu erzielen – idealerweise bereits am kommenden Dienstag.
Entscheidungen zwischen zwei Nationalmannschaften
Obwohl Tresoldi derzeit für die deutsche U21 spielt, bleibt seine Nationalität umstritten: Geboren in Cagliari, hat er die Möglichkeit, für Deutschland oder Italien zu wählen. Er selbst beschreibt sein Herz als „50:50“ und will erst nach dem EM‑Endturnier im Juni‑Juli 2027 entscheiden, ob er zu Jürgen Klopp oder zu Roberto Mancini wechselt.
Doppelpack von Dzenan Pejcinovic rettet VfB‑Stuttgart‑Stürmer und führt U21 zur EM
Ein ähnliches Dilemma teilen Ryan Naderi, der sich für Tschechien entschieden hat, und Dzenan Pejcinovic, der trotz seiner kroatischen Wurzeln zum DFB tendiert. Pejcinovic, jetzt bei VfB Stuttgart, steht ebenfalls im Visier des neuen Bundestrainers.
Weitere Talente im Blickfeld des Bundestrainers
Paris Brunner, der für Monaco spielt und kürzlich ein Doppelpack gegen Lettland erzielte, gehört ebenfalls zu den Spielern, die Klopp „die halbe U21 mitnehmen könnte“. Der ehemalige Wolfsburger Pejcinovic und der schottische Ryan Naderi wurden ebenfalls als mögliche Kandidaten für die A‑Nationalmannschaft genannt.
U21‑Trainer Antonio Di Salvo betonte, dass er Tresoldi mehr Verantwortung geben wolle, um ihn weiter für Deutschland zu motivieren. Klopp habe Tresoldi versichert, dass die Tür immer offen bleibe, und das Gespräch sei eher väterlich als rein trainerisch gewesen.