Klopp lobt Guardiola, während City um Titelverlust kämpft
Während Jürgen Klopp seinen großen Respekt für Pep Guardiola und das Fußballspiel von Manchester City während ihrer intensiven Duelle als Liverpool‑Trainer betont, steht der englische Klub gleichzeitig unter dem drohenden Schatten einer möglichen Aberkennung seiner Titel wegen schwerer Finanzvergehen in der Premier League.
Respekt für den Rivalen
Klopp betont, dass sein Respekt vor Pep Guardiola und dem Fußball von Manchester City in der Zeit, in der beide Mannschaften auf höchstem Niveau gegeneinander spielten, zu groß sei, um jetzt etwas zu sagen. Als Liverpool‑Trainer von 2015 bis 2024 führte er seine Mannschaft zu den schärfsten Duellen gegen Guardiolas City in der Premier League. Die beiden Trainer standen häufig gegenüber, wobei City als einer der größten Gegner für Liverpool galt.
Politische Stimme
Eine unabhängige Kommission hat Manchester City in allen Anklagepunkten wegen Verstößen gegen die Finanzregeln der Premier League zwischen den Spielzeiten 2009/10 und 2017/18 für schuldig befunden. Der Klub weist die Vorwürfe zurück und plant, Berufung einzulegen. Mögliche Sanktionen reichen von einem massiven Punkteabzug über die Aberkennung von Titeln bis hin zum Ausschluss aus der Premier League.
Auf der Abschluss‑Pressekonferenz vor dem Nations‑League‑Spiel Deutschlands gegen Serbien am Donnerstag äußerte Klopp: „Mein Respekt vor Pep Guardiola und dem Fußball in City in der Zeit, in der wir gegeneinander gespielt haben und was für ein Gegner die für uns auf höchstem Niveau waren, ist viel zu groß, als dass ich jetzt hier was sagen könnte.“
Auf die Frage, ob eine mögliche Aberkennung von Titeln Liverpool zugutekommen könnte, antwortete er: „Es ist nicht so, dass ich das bräuchte, dass ich dann ein paar Mal mehr englischer Meister war. Ich bin mit dem, was da passiert ist, was wir erreicht haben, komplett fein.“
Der britische Premierminister Andy Burnham, selbst ehemaliger Bürgermeister von Greater Manchester, warnte davor, Manchester City vorzuverurteilen. Er sagte: „Ich finde es nur richtig, dass Manchester City und seine Fans die Möglichkeit haben, die Situation weiterhin anzufechten, wenn sie sie für unfair halten.“
City hat nun Zeit, gegen das Urteil Berufung einzulegen, während die Kommission bereits die möglichen Strafmaße skizziert hat. Sollte ein Titel aberkannt werden, könnte der FC Liverpool nachträglich profitieren, obwohl Klopp betont, dass ihn das nicht interessiert. Die Entscheidung über ein mögliches Punkte‑Abzug oder einen Ausschluss aus der Premier League steht noch aus.
Damit bleibt das zweier Welten: Einerseits ein Trainer, der den sportlichen Gegner hoch achtet, andererseits ein Klub, dessen Zukunft von finanziellen Verstößen überschattet wird. Die Entwicklungen zeigen, dass Respekt auf dem Platz nicht automatisch die juristischen Auseinandersetzungen abmildert.