Klopp lässt Mittelfeldspieler außen vor, El‑Faouzi wählt Marokko
Im Trainingsgelände von FC Schalke 04 steht der 24‑jährige Soufiane El‑Faouzi mit Koffer in der Hand, während seine Mannschaft noch das nächste Bundesliga‑Spiel vorbereitet. Die Entscheidung von Jürgen Klopp, den Shooting‑Star der Königsblauen nicht für die deutsche Nationalmannschaft zu nominieren, wirft ein neues Licht auf seine internationale Zukunft.
Stattdessen reist El‑Faouzi nun zur marokkanischen Nationalmannschaft. Der 24‑jährige Mittelfeldspieler des FC Schalke 04 wurde für die anstehenden Qualifikationsspiele zum Afrika‑Cup in den Kader berufen.
Entscheidung für die internationale Zukunft
Marokko trifft am 25. September auf Gabun und vier Tage später auf Lesotho – beides Pflichtspiele. Sollte El‑Faouzi in einem dieser Begegnungen zum Einsatz kommen, ist ein späterer Wechsel zum DFB nicht mehr möglich.
El‑Faouzi, in Siegen geboren, wäre grundsätzlich für die deutsche Nationalmannschaft spielberechtigt. Ende Mai gab er sein Debüt für Marokko im 5:0‑Erfolg gegen Burundi und spielte eine Halbzeit, doch das war ein Freundschaftsspiel.
Da das Freundschaftsspiel keinen verbindlichen Verbandswechsel bedeutete, blieb die Option für Deutschland offen. Die bevorstehenden Qualifikationsspiele könnten jedoch die endgültige Entscheidung gegen den DFB besiegeln.
Jürgen Klopp berief für seine erste Länderspielphase als Bundestrainer 44 Spieler, ließ jedoch El‑Faouzi, sowie die Schalke‑Teamkollegen Loris Karius und Robin Gosens, außen vor. Die Auslassung ließ Hoffnungen auf eine deutsche Nominierung schwinden.
Seit seinem Wechsel nach Gelsenkirchen hat sich El‑Faouzi stark entwickelt und überzeugte bereits zum Bundesliga‑Start. Ein Einsatz in den kommenden Qualifikationsspielen könnte endgültig festlegen, für welches Land der Schalke‑Prof künftig auf internationaler Bühne spielt.