Klopp beendet Kimmich‑Experiment und bestätigt Mittelfeldrolle
Noch bevor Jürgen Klopp offiziell den Kader des DFB-Teams benennt und sein erstes Länderspiel leitet, hat er bereits zwei richtungsweisende Entscheidungen zu Joshua Kimmich getroffen: Das frühere Rechtsverteidiger‑Experiment wird beendet und der 31‑jährige Mittelfeldspieler bleibt Kapitän der Nationalmannschaft und soll künftig wieder im Zentrum spielen.
Entscheidungen und ihre Hintergründe
Wie die berichtet, ist das Experiment, Kimmich als Rechtsverteidiger einzusetzen, vorerst beendet. Der Trainer hat demnach beschlossen, den Spieler wieder auf seiner gewohnten Position im zentralen Mittelfeld einzusetzen, die er auch bei Bayern München belegt.
Zusätzlich hat Klopp festgelegt, dass Kimmich weiterhin Kapitän der deutschen Nationalmannschaft bleibt. Diese Entscheidung unterstreicht das Vertrauen des neuen Trainerstabs in die Führungsqualitäten des 31‑jährigen.
Der Einsatz Kimmichs als Verteidiger war bereits unter dem früheren Bundestrainer Julian Nagelsmann Thema. Nagelsmann stellte Kimmich bei der enttäuschenden WM in Nordamerika konsequent als Rechtsverteidiger ein.
Berichten zufolge hatte Nagelsmann Kimmich für das Sommergroßereignis in Aussicht gestellt, ab dem Achtelfinale wieder im Mittelfeld zu spielen. Das DFB-Team scheiterte jedoch bereits im Sechzehntelfinale im Elfmeterschießen gegen Paraguay.
Die Rechtsverteidiger‑Position bleibt im deutschen Team seit Langem eine Problemzone. Als mögliche Optionen für die bevorstehende Länderspielpause Ende September bis Anfang Oktober werden Elias Baum (Eintracht Frankfurt), Ridle Baku (RB Leipzig) sowie die aus dem Mittelfeld kommenden Felix Keidel (SV Elversberg) und Merlin Röhl (FC Everton) genannt.
Klopp wird am Donnerstag um 10 Uhr im DFB‑Campus Frankfurt die Kader für die vier anstehenden Spiele gegen die Niederlande (24. September), Griechenland (27. September und 4. Oktober) und Serbien (1. Oktober) vorstellen.
Die beiden Entscheidungen zu Kimmich zeigen, dass Klopp einerseits klare Kontinuität im Mittelfeld sichern will, während gleichzeitig nach einer langfristigen Lösung für die Außenverteidigung gesucht wird.