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Klimafalle zwingt Kommunen zum Kampf um trockene Fußballplätze

🇩🇪 Von 4AllFootball ·
Klimafalle zwingt Kommunen zum Kampf um trockene Fußballplätze

Im Ortsteil Wittershausen, wo das Hauptspielfeld der TSG Wittershausen einst für seine Qualität bekannt war, liegt heute ein vertrocknetes Feld, das kaum noch die Strafraumlinie erkennen lässt. Stand: 11.09.2026. Die Hitzewelle hat die Fußball‑Infrastruktur angegriffen und Naturrasenplätze verdorrt und das Kunstrasen‑Granulat verklumpt.

Naturrasen und Kunstrasen in der Krise

Naturrasenplätze in vielen Regionen sind völlig verdorrt, während das Granulat auf Kunstrasenflächen verklumpt und den Untergrund unspielbar macht. Die Hitzewelle hat die gesamte Fußball‑Infrastruktur stark beansprucht und lässt nur noch vereinzelte grasgrüne Tupfen auf dem trockenen Feld zurück. Platzpflege wird dadurch zu einer kaum noch zu bewältigenden Aufgabe für Verantwortliche.

Finanzielle Belastungen für Kommunen und Vereine

Kommunen und Vereine sehen sich mit steigenden Kosten für die Wiederherstellung von Plätzen konfrontiert, die je nach Größe zwischen 50.000 und 85.000 Euro betragen. Die finanziellen Herausforderungen belasten die Kassen besonders in Städten, in denen mehrere Sportanlagen von Hitzeschäden betroffen sind. Ohne ausreichende Mittel droht die Qualität der Spielfelder langfristig zu sinken.

In Wittershausen hat die TSG im Sommer mehrere Spuren der Hitze auf dem Hauptspielfeld hinterlassen, das im Ortsteil der Gemeinde Vöhringen liegt. Platzwart Marcel Hezel berichtet, dass er mit einem Beregnungsroboter und einem schweren Schlauch täglich das Feld bewässert, weil das Wasser für zwei Plätze nicht ausreicht. Er gibt zu, dass er in diesem Jahr zum ersten Mal kapituliert habe, weil er weder im Urlaub noch am Wochenende pausieren konnte.

In Köln kämpfen sechs städtische und eine private Sportanlage mit ähnlichen Problemen, wobei vor allem Kunstrasenplätze von verklebtem Granulat betroffen sind. Der CfB Ford‑Niehl muss das Spielfeld vorübergehend schließen, weil das Kunststoffgranulat verklumpt und Eltern bereits neue Schuhe für ihre Kinder kaufen mussten, erklärt Platzwart Guido Düren. Bereits 2021 und 2022 musste das Granulat entfernt und durch Quarzsand ersetzt werden, ein Vorgehen, das nun erneut geplant ist.

Auch über die deutschen Grenzen hinaus zeigen sich die Folgen: Paris Saint‑Germain musste ein Ligaspiel verlegen, weil die Hitze das Rasenfeld im Prinzenpark zerstörte. Vor dem Saisonstart wurde der Start der Anglian Combination League in England nach hinten verschoben, weil zahlreiche Plätze in Norfolk und Suffolk ausgetrocknet waren. Diese Beispiele verdeutlichen, dass vertrocknete Fußballplätze vom Ausnahme‑ zum Standardproblem werden.

Der UN‑Bericht warnt, dass die Begrenzung des globalen Temperaturanstiegs auf 1,5 Grad Celsius nicht mehr haltbar sei und extreme Hitze künftig zur Regel werde. Ohne entschlossenes Handeln drohen katastrophale Folgen für die Umwelt und die Sportinfrastruktur. Fu bleibt als Fragment im Originaltext erhalten.

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