WM
Deutschlands WM-Aufgebot: Kimmichs vernichtendes Urteil
Joshua Kimmich, einer der deutschen Kapitäne, kritisierte seine Mannschaft nach dem frühen WM-Aus in Nordamerika, wo Deutschland am Montag durch ein Elfmeterschießen nach Verlängerung gegen Paraguay ausschied. Der deutsche Mittelfeldspieler räumte ein, dass das Team und er selbst im Turnier versagt hätten.
„Wenn ich auf die vier Spiele zurückblicke, die wir bei dieser WM bestritten haben, haben wir nicht gegen Top-Teams gespielt“, sagte Kimmich und fügte hinzu, dass sie zwar ein Spiel überzeugend gewonnen, aber in den drei anderen Partien ernsthafte Probleme gegen Mannschaften hatten, die er als nicht weltklasse bezeichnete. Er betonte, dass diese Einschätzung eine Tatsache sei.
Deutschland war in Gruppe E gelost worden, zusammen mit Curaçao, der Elfenbeinküste und Ecuador. Das erste Spiel gegen die von Dick Advocaat trainierte Mannschaft aus Curaçao endete mit einem deutlichen 7:1-Sieg.
Die folgenden Partien gegen die Elfenbeinküste und Ecuador waren enger, beide endeten 2:1 für Deutschland. Das zweite Tor der Elfenbeinküste erzielte in der Nachspielzeit der eingewechselte Deniz Undav. Auch Ecuador gelang im Turnier ein Sieg gegen Kimmichs Team.
Deutschlands WM-Schicksal im Elfmeterschießen gegen Paraguay entschieden
Trotz der durchwachsenen Ergebnisse belegte Deutschland den ersten Platz in der Gruppe und zog in die K.-o.-Phase ein. Im Achtelfinale zwang Paraguay Deutschland nach Verlängerung und schied die deutsche Mannschaft im Elfmeterschießen aus – ein Schicksal, das bereits die Niederlande in diesem Wettbewerb ereilt hatte. Zurück im Nachbarland Niederlande wächst die Kritik, insbesondere am Nationaltrainer Julian Nagelsmann, da Analysten und Fans die Vorbereitung der Mannschaft infrage stellen. Kimmichs deutliche Worte verstärken die wachsende Debatte über die Zukunftsrichtung des deutschen Fußballs und die Notwendigkeit, die Kaderstrategie neu zu bewerten.