Kimmich muss Schweinsteiger nach harter Kritik Recht geben
An einem kalten Abend im ARD‑Studio hörte der Deutsche Fußball-Bund eine harte Diagnose: nach der 0‑1‑Niederlage gegen Griechenland stellte Bastian Schweinsteiger, 121‑facher International und Weltmeister von 2014, fest, dass Deutschland kein Topteam mehr ist. Der Kapitän Joshua Kimmich konnte diese Bewertung kaum widerlegen.
Schweinsteigers harte Kritik
Schweinsteiger gab seine Bemerkungen live auf dem öffentlich-rechtlichen Sender ARD, wobei er betonte, dass das Team den Gegner nicht unter Druck setzen konnte, um Chancen zu kreieren. „Wir haben nicht länger die Spieler, die den Unterschied machen“, sagte er und nannte sogar Griechenland mit Konstantinos Karetsas, Christos Tzolis und Vangelis Pavlidis als Beispiel für Spieler, die den Unterschied machen. Er betonte, dass Klopp kein Zauberer ist, aber dass harte Arbeit der Spieler weiterhin essenziell bleibt.
Kimmich, der das Kapitänsbinde trägt, reagierte kurz aber entschlossen. „Ich kann kaum anderer Meinung sein“, erklärte er, „wir sind momentan noch weit entfernt von einem Topteam“. Seine Aussage bestätigte die Ernsthaftigkeit von Schweinsteigers Analyse. Als Kapitän trägt er die Verantwortung, diesen kreativen Impuls zu liefern.
Die Niederlage kam unter dem neuen Bundestrainer Jürgen Klopp, der sein Debüt in der Nations League mit einem 1‑1‑Unentschieden gegen die Niederlande begann und anschließend die erste offizielle Niederlage Griechenlands gegen Deutschland erlitt. Es war das erste Mal, dass Deutschland ein offizielles Spiel gegen Griechenland verlor.
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Historische Perspektive
Nach der Weltmeisterschaft 2014, in der Schweinsteiger eine Schlüsselrolle spielte, schied Deutschland in der Gruppenphase sowohl der WM 2018 als auch 2022 aus. In der jüngsten WM‑2026 wurde die Mannschaft im Achtelfinale nach Elfmeterschießen gegen Paraguay ausgeschieden. Das beste offizielle Ergebnis seit 2016 bleibt ein Halbfinale bei der EM 2016 und ein vierter Platz in der Nations League 2025.
Schweinsteiger wies zudem auf einen Mangel an kreativen Spielern hin und erklärte, dass Kimmich der Einzige sei, der aus einem rückwärtigen Spielaufbau gefährliche Pässe spielen kann. „Wenn er nicht da ist, wird es schwierig“, warnte der ehemalige Mittelfeldspieler.
Klopp reagierte auf die Niederlage mit einer ruhigen Analyse und betonte, dass eine Niederlage Teil eines Entwicklungsprozesses sei. Er erklärte, dass die Mannschaft für die kommenden Spiele gegen Serbien und eine zweite Begegnung mit Griechenland weiter rotieren werde.
Die offene Anerkennung sowohl durch einen legendären Ex‑Spieler als auch durch den aktuellen Kapitän unterstreicht ein wachsendes Bewusstsein innerhalb der deutschen Fußballgemeinschaft, dass eine grundlegende Neuausrichtung nötig ist, um wieder zur Elite zu gehören.