Kevin De Bruyne im Fokus: Hinter den Kulissen brodelt es bei Napoli
Beim italienischen Ex‑Meister SSC Napoli brodelt es hinter den Kulissen, nachdem der neue Trainer Massimiliano Allegri Unzufriedenheit mit erfahrenen Spielern äußerte. La Repubblica nennt in ihrem Artikel Kevin De Bruyne als einen der Akteure, die den ehemaligen Milan‑Coach frustrieren, und damit das Teamklima belastet.
Nach dem schwachen Start in die Serie‑A hat SSC Napoli nur zwei Siege aus den ersten fünf Begegnungen erzielt. Sieben Punkte bedeuten die schlechteste Bilanz seit der Spielzeit 2015/16, das Team rangiert derzeit auf dem neunten Tabellenplatz und liegt sechs Punkte hinter dem Spitzenreiter. Der italienische Ex‑Meister befindet sich damit deutlich hinter den Erwartungen.
Allegris strenger Umgang
Der neue Trainer Massimiliano Allegri ist mit dem Verhalten mehrerer erfahrener Spieler unzufrieden. Im Trainingszentrum Castel Volturno, so berichtet La Repubblica, habe er den Umgang von „Zuckerbrot zur Peitsche“ geändert.
„Die Spieler geben nicht genug“, sagte Allegri, „eine andere Einstellung ist nötig.“Die Unzufriedenheit wurde nach dem 1:1‑Unentschieden gegen die Fiorentina deutlich, als Allegri die Pressekonferenz sichtlich lustlos hinter sich brachte.
Als sein Vorgänger Antonio Conte bereits in der Vorsaison nach einer 0:2‑Niederlage gegen Bologna öffentlich über die Mannschaft schimpfte, erklärte er, er habe „keine Lust, eine Leiche zu betreuen“. Diese Kritik verdeutlicht, dass Unzufriedenheit des Cheftrainers in Napoli kein neues Phänomen ist.
Mancinis zweiter Start in Italien von Pfiffen überschattet
Kevin De Bruyne kam 2025 ohne Ablösesumme von Manchester City zu den Partenopei. Kurz nach seiner Ankunft zog er sich eine schwere Oberschenkelverletzung zu, verlor dadurch seinen Stammplatz unter Conte und kritisierte öffentlich den Stil des ehemaligen italienischen Nationaltrainers. Für seine Äußerungen erhielt er einen Rüffel von Napoli‑Chef Aurelio De Laurentiis.
De Bruynes aktuelle Einsatzlage
Unter Allegri steht der Belgier nun regelmäßig in der Startelf: Nach drei Einsätzen als Joker startete er zuletzt sechs Mal. In sechs Pflichtspielen erzielte er ein Tor und gab eine Vorlage, beide im Auftaktspiel gegen Genoa. Seitdem wartet er jedoch auf eine direkte Torbeteiligung.
Nach einer 0:1‑Niederlage gegen den Champions‑League‑Gegner FC Arsenal reagierte De Bruyne auf die Frage, wann man den „echten De Bruyne“ sehen werde, mit den Worten:
„Das hier ist der echte De Bruyne. Ich habe keine Ahnung, was Ihr von mir erwartet. Ich finde, ich habe gut gespielt. Ich weiß, dass in Italien viel über Fitness gesprochen wird, aber ich habe mich vom ersten Moment an gut gefühlt.“
Der Belgier weilt derzeit bei der Nationalmannschaft, wo er unter dem neuen Trainer Mark van Bommel nach 124 Länderspielen weiter aktiv ist. Nach der Länderspielpause steht für Napoli das wichtige Ligaspiel gegen das stark gestartete Frosinone Calcio an. Dieses Spiel markiert den Auftakt zu einem anspruchsvollen Programm mit neun Partien in 29 Tagen.