Jürgen Klopp Warum lässt Deniz Undav trotz guter Bilanz außen vor
Deniz Undav verpasst Deutschlands erste Länderspiele unter Jürgen Klopp, weil er in keinem der beiden Kader berücksichtigt wurde. Der 30‑jährige VfB‑Stuttgart‑Stürmer erhielt keinen Platz für die Partien in den Niederlanden, gegen Griechenland, Serbien und erneut Griechenland. Damit fehlt er sowohl im ersten als auch im zweiten Aufgebot.
Insgesamt hat der neue Bundestrainer Jürgen Klopp 44 Spieler auf zwei separate Kader verteilt, die für die ersten vier Länderspiele zwischen dem 24. September und dem 4. Oktober nominiert wurden. Die beiden Kader umfassen jeweils ein Aufgebot für die Auswärtspartie in den Niederlanden und das Heimspiel gegen Griechenland sowie ein zweites Aufgebot für die Begegnungen gegen Serbien und das Auswärtsspiel in Griechenland. Undav fehlt in beiden.
Grund für die Nichtberücksichtigung
Klopp betonte, dass Undav weder verletzt noch gesperrt sei und er sich schlichtweg gegen die Aufnahme entschieden habe. „Mit Deniz habe ich gesprochen. Er hat seine kleinen Probleme und hat noch nicht in die Saison reingefunden“, erklärte der Trainer auf einer Pressekonferenz. Die Entscheidung fiel trotz Undavs guter Bilanz in der Nationalmannschaft.
Undavs Bilanz in der Nationalmannschaft
Undav hat in bislang 13 Länderspielen neun Tore erzielt und in vier WM‑2026‑Einsätzen drei Treffer sowie zwei Vorlagen beigetragen. Damit liegt seine Trefferquote bei fast einem Tor pro Spiel, ein seltener Lichtblick für die deutsche Auswahl. Seine Leistungen wurden zuletzt im WM‑Qualifikationsspiel gegen die Niederlande hervorgehoben.
Form bei VfB Stuttgart
In der neuen Saison zeigte Undav zunächst Formprobleme, wobei er nach sechs Einsätzen noch kein Tor erzielt habe. Beim 3:1‑Sieg gegen Viking FK im Champions‑League‑Start gelang ihm jedoch die Vorlage von zwei Toren. Leichte Achillessehnenbeschwerden belasteten ihn zuletzt zusätzlich.
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Nach dem 0:1‑Niederlage gegen Borussia Dortmund äußerte Undav sein Unverständnis, sagte aber aber: „Ich bin kein Kind von Traurigkeit, ich heule jetzt nicht rum.“ Er fügte hinzu, dass er im November wieder im Kader sein wolle, wenn er die Form wiederfindet.
Statt Undav wählte Klopp für die Sturmpositionen Kai Havertz (FC Arsenal) und Younes Ebnoutalib (Eintracht Frankfurt) im ersten Aufgebot sowie Jonathan Burkardt (Eintracht Frankfurt) und Nick Woltemade (Juventus Turin) im zweiten. Beide Kader enthalten insgesamt vier Mittelstürmer, die die Rolle des Angreifers übernehmen.
Im ersten Kader stehen als Torhüter Marc‑Andre ter Stegen (Ajax Amsterdam), Alexander Nübel (Beşiktaş) und Finn Dahmen (FC Augsburg). Die Abwehr umfasst Hennes Behrens (FC Augsburg), Yann Aurel Bisseck (Inter Mailand), Nathaniel Brown (FC Bayern), Nico Schlotterbeck (Borussia Dortmund), Jonathan Tah (FC Bayern), Philipp Treu (SC Freiburg), Max Rosenfelder (SC Freiburg) und Josha Vagnoman (VfB Stuttgart). Im Mittelfeld spielen Joshua Kimmich (FC Bayern), Anton Stach (Leeds United), Yannik Engelhardt (SC Freiburg), Nadiem Amiri (1. FSV Mainz 05), Felix Nmecha (Borussia Dortmund), Jamal Musiala (FC Bayern), Chris Führich (VfB Stuttgart), Bambase Conte (TSG Hoffenheim), Serge Gnabry (FC Bayern), Karim Adeyemi (FC Barcelona) und Kevin Schade (FC Brentford). Die Angreiferliste enthält Kai Havertz und Younes Ebnoutalib für das erste Aufgebot.
Undav betont, dass er im November für die Spiele gegen Serbien am 13. November und gegen die Niederlande am 16. November im Blick hat. Klopp unterstrich, dass die Nicht‑Nominierung „für den Moment und nicht für die Ewigkeit“ gilt. Damit bleibt die Tür für Undav offen, sollte er seine Form verbessern.