Jürgen Klopp kritisiert öffentlich, Oliver Kahn verurteilt Kommentar zum Joshua Kimmich
Der frühere deutsche Nationaltorhüter Oliver Kahn hat Jürgen Klopp für seine öffentliche Äußerung zur Joshua‑Kimmich‑Frage kritisiert und bezeichnet den Umgang als unangebracht. Kahn äußerte sich bei RTL/Sky Sport und wies darauf hin, dass Klopps Satz über den „Leitwolf“ aus Sicht des Spielers wenig positiv sei.
"Jürgen Klopp hat auch einen interessanten Satz über Kimmich gesagt: 'Ich möchte die Mannschaft auch mal ohne den Leitwolf sehen.' Ich persönlich finde diese Aussage aus Sicht von Joshua Kimmich nicht besonders positiv", sagte Ex‑Bayern‑Boss Kahn bei RTL/Sky Sport.
Kahn erklärte, dass Klopp prüfen wolle, ob eine bestimmte Persönlichkeit das Team hemmt, und betonte, dass man solche Einschätzungen nicht öffentlich äußern solle, weil sie den Spieler diskreditieren.
Kimmichs Rolle im Kader
Kimmich wurde vom neuen DFB‑Coach nur für den ersten Teil des 44‑Mann‑Kaders nominiert. Nach der enttäuschenden 0:1‑Niederlage gegen Griechenland wurde er, zusammen mit vielen anderen, aus dem Kader genommen und musste die restlichen Partien gegen Serbien (2:0) und das Rückspiel in Griechenland (0:0) von der Couch aus verfolgen.
Der Bayern‑Mittelfeldspieler machte keinen Hehl daraus, dass er sehr gerne weiterhin im DFB‑Team gespielt hätte. Die Entscheidung, auf den Kapitän zu verzichten, wurde in der Öffentlichkeit als überraschend wahrgenommen.
Klopp reagiert auf Kritik
In der Pressekonferenz vor dem Rückspiel in Griechenland reagierte Klopp genervt: "Ich gebe auf. Offiziell. Jetzt schon. Macht, was ihr wollt". Er betonte, dass das Mittelfeld ohne Kimmich zwar gut sei, aber man nicht mit nur drei Mittelfeldspielern auskomme.
Dennoch sagte Klopp: "Ich freue mich, dass Joshua Kimmich deutscher Nationalspieler ist – und alle anderen auch." Die nächsten Nations‑League‑Spiele stehen im November an: gegen Serbien am 13. November und gegen die Niederlande am 16. November in Berlin.